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China RoHS ll VDMA fordert Reform der Schwermetall-Richtlinie in China

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Fast jedes Land der Welt hat unterschiedliche produktbezogene Verbote von gefährlichen Stoffen – so auch bei Schwermetallen. In China regelt die sogenannte RoHS II Richtlinie die Schwermetallgrenzwerte für Produkte. Speziell in China reicht aus Sicht des VDMA die bloße Einhaltung der Vorschriften aber meist nicht aus. Reformen der RoHS II könnten aber schon bald anstehen.

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Chinas Regeln für gefährliche Stoffe müssen eindeutiger werden
Chinas Regeln für gefährliche Stoffe müssen eindeutiger werden
(Bild: Bjoern Wylezich / Fotolia)

Frankfurt – In der Vergangenheit stellte die verpflichtende Drittprüfung der Produkte eine hohe Handelsbarriere dar. Mit der laufenden Revision der China RoHS II könnte jetzt eine Revolution in Gang gesetzt werden. „Obwohl die China RoHS Richtlinie nun seit über 10 Jahren die Verwendung und das Inverkehrbringen von Gefahrstoffen in Elektrogeräten und elektronischen Bauteilen in China regelt, fehlen bislang belastbare Formulierungen zum Anwendungsbereich und zur Konformitätsbewertung“, sagt Naemi Denz, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des VDMA. Diese verbesserten Formulierungen wurde dem VDMA aber kürzlich von Seiten des chinesischen Normungsinstituts für Elektronik CESI in Aussicht gestellt.

Wird die Herstellerselbsterklärung – neben der Drittprüfung – als möglicher Konformitätsnachweis im Rahmen der China RoHS ll anerkannt, würde den Harmonisierungsbestrebungen der Investitionsgüterindustrie endlich Rechnung getragen. „Hierbei ist jedoch unabdingbar, dass die Selbsterklärung des Herstellers gleich viel wiegt wie eine Drittprüfung des Produktes“, betont Denz weiter „Nur dann kann von einem Abbau bestehender technischer Handelsbarrieren und Stärkung des gegenseitigen kulturellen Verständnisses gesprochen werden.“

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