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Arnold-Eucken-Preis 2016 VDI ehrt Wissenschaftler für Forschungsleistung zur Bioseparation

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Die VDI-Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (VDI-GVC) hat PD Dr.-Ing. Tim Zeiner mit dem Arnold-Eucken-Preis 2016 ausgezeichnet. Den deutschen Nachwuchspreis der Verfahrenstechnik erhielt Zeiner für seine Leistungen zur Bioseparation im Rahmen der Processnet-Jahrestagung in Aachen.

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Preisträger Arnold-Eucken-Preis 2016: Tim Zeiner (mitte) mit dem Vorsitzenden der VDI-GVC Dr.-Ing. Claas-Jürgen Klasen, Evonik Industries (links) und VDI-GVC Geschäftsführerin Dr. Ljuba Woppowa (rechts).
Preisträger Arnold-Eucken-Preis 2016: Tim Zeiner (mitte) mit dem Vorsitzenden der VDI-GVC Dr.-Ing. Claas-Jürgen Klasen, Evonik Industries (links) und VDI-GVC Geschäftsführerin Dr. Ljuba Woppowa (rechts).
(Bild: Dechema / Daniel Elke)

Aachen – Tim Zeiner ist akademischer Rat am Lehrstuhl für Fluidverfahrenstechnik der Fakultät Bio- und Chemieingenieurwesen an der TU Dortmund und leitet dort die interdisziplinäre Arbeitsgruppe „Bioseparation“. Seine Forschergruppe beschäftigt sich mit den verfahrenstechnischen Grundlagen der Aufarbeitung von biotechnologisch hergestellten Produkten und neuen Verfahrenskonzepten zur Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei in der Extraktion von Biomolekülen mit Hilfe von wässrigen Zweiphasensystemen (WZPS). Besonders hervorzuheben sind dabei die Beiträge zur Untersuchung innovativer WZPS auf Basis hyperverzweigter Polymere und Integration in den Herstellungsprozess von Biopharmazeutika. Mit diesen Arbeiten vertritt Zeiner einen breiten und zukunftsweisenden Forschungsbereich, der von den Grundlagen der Thermodynamik über die Fluidverfahrenstechnik bis hin zu Anwendungen in der Biotechnologie reicht. Die Jury war der Meinung, dass Zeiner einer der begabtesten und aussichtsreichsten Nachwuchswissenschaftler in der Verfahrenstechnik ist.

Die VDI-GVC vergibt seit 1956 den mit 5.000 Euro dotierten Arnold-Eucken-Preis für hervorragende technisch-wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Verfahrenstechnik. Damit fördert sie begabte Nachwuchskräfte aus Industrie, Hochschulen oder Forschungsinstituten. Die Preisträger sollten nicht älter als 40 Jahre sein und weder einen Lehrstuhl innehaben noch eine Forschungs- oder Entwicklungseinrichtung verantwortlich leiten. Der Arnold-Eucken-Preis wird in Erinnerung an den deutschen Physikochemiker und ersten Vorsitzenden des VDI-Fachausschusses „Verfahrenstechnik“ verliehen.

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