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Konjunkturelle Lage der deutschen Chemie VCI erwartet leichte Belebung in zweiter Jahreshälfte

Redakteur: Marion Henig

Die Talsohle in der deutschen Chemieindustrie ist durchschritten, das ist die gute Nachricht. Doch es wird nur langsam wieder bergauf gehen. Wie der VCI die aktuelle Lage einschätzt und welche Auswirkungen zu erwarten sind, lesen Sie hier.

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Die VCI-Mitgliedsunternehmen rechnen überwiegend mit einer leichten Belebung des Chemiegeschäfts in der zweiten Jahreshälfte, so das Fazit des VCI-Präsidenten Prof. Dr. Ulrich Lehner (rechts) und Hauptgeschäftsführer Dr. Utz Tillmann.
Die VCI-Mitgliedsunternehmen rechnen überwiegend mit einer leichten Belebung des Chemiegeschäfts in der zweiten Jahreshälfte, so das Fazit des VCI-Präsidenten Prof. Dr. Ulrich Lehner (rechts) und Hauptgeschäftsführer Dr. Utz Tillmann.
( Bild: VCI )

Frankfurt am Main – Die Industrieproduktion in Deutschland steigt wieder, die Zahl der Aufträge ist im Mai den dritten Monat in Folge gestiegen. Diese positiven Meldungen aus dem Bundeswirtschaftsministerium geben auch der chemischen Industrie Hoffnung.

Was der VCI-Präsident Prof. Ulrich Lehner im Mai noch sehr verhalten zu hoffen wagte, sprach er am Mittwoch, 8. Juli, bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen in Frankfurt mit fester Überzeugung aus: Im Verlauf des ersten Halbjahres hat die chemische Industrie in Deutschland die Talsohle der Rezession erreicht.

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Wie tief das Tal war, verdeutlichen die Halbjahreszahlen eindrucksvoll: In den ersten sechs Monaten ging die Chemieproduktion gegenüber dem noch guten ersten Halbjahr um 15,5 Prozent zurück. Hauptursache war die schwache Nachfrage nach Chemikalien durch die industriellen Abnehmer, die 65 Prozent der Umsätze der Chemiebranche ausmachen. Besonders stark betroffen waren die Hersteller chemischer Grundstoffe, aber auch die Produktion von Fein- und Spezialchemikalien sowie die Produktion von konsumnahen Gütern gaben deutlich nach. Lediglich das Pharmageschäft trotzte im ersten Halbjahr der Krise, wenngleich auch in dieser Sparte die Produktion um 0,5 Prozent zurückgefahren wurde.

Doch die Lage hat sich etwas entspannt. So hat sich beispielsweise die Produktionsmenge in den Grundstoffsparten seit Februar von Monat zu Monat leicht erhöht. Dies sei ein zentraler Indikator für den konjunkturellen Trend in der Chemieindustrie. „Ich habe die berechtigte Hoffnung, dass es leicht aufwärts geht, allerdings auf sehr niedrigem Niveau“, sagte Prof. Lehner in Frankfurt. So hofft der Verbands-Chef auf eine leichte Belebung der chemischen Industrie im zweiten Halbjahr, und auch die überwiegende Mehrheit der Mitgliedsunternehmen bestätigen in einer aktuellen Umfrage des VCI diese Erwartungshaltung. Besonders in den Sparten Organika, Polymere und Fein- sowie Spezialitätenchemie wird mit einer positiven Entwicklung gerechnet.

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