Forschungsförderung VCI begrüßt Empfehlung zur steuerlichen Forschungsförderung

Redakteur: Sonja Beyer

Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) hat jüngst ihre Empfehlung erneuert, eine steuerliche Forschungsförderung zur Stärkung des Industrielandes Deutschland einzuführen. Ein entsprechendes Gutachten wurde an die Bundesregierung übergeben. Die Reaktion des Verbands der Chemischen Industrie lesen Sie hier.

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Berlin – „Die Expertenkommission gibt ein wichtiges Signal für das Industrieland Deutschland. An der Forschung darf nicht gespart werden“, kommentierte Dr. Gerd Romanowski, Geschäftsführer Wissenschaft, Technik und Umwelt im Verband der Chemischen Industrie (VCI), die Forderung der Expertenkommission. Um die Innovationskraft der Unternehmen zu erhalten, sei es notwendig, die steuerliche Forschungsförderung zusätzlich zur Projektförderung einzuführen. Denn laut Romanowski werden die Unternehmendas Geld in die Forschung reinvestieren, was Wachstum und Beschäftigung sichere.

Mit Blick auf die Pläne von CDU/CSU-Finanzpolitikern, die steuerliche Forschungsförderung auf Eis zu legen, betonte er: „Es ist kurzsichtig, auf eine solche Förderung zu verzichten.“ Er mahnte die Bundesregierung, den Koalitionsvertrag umzusetzen und diese Form der Förderung so rasch wie möglich zusätzlich zur Projektförderung einzuführen. Sie sei ordnungspolitisch sinnvoll, weil sie den Firmen die Wahl der Forschungsthemen überlasse und einzelne Branchen und Unternehmen weder bevorzuge noch benachteilige. Außerdem sei sie leicht und unbürokratisch zu handhaben und stelle den Unternehmen rasch Liquidität für weitere Investitionen zur Verfügung. Weil fast alle großen Industrieländer Forschung und Entwicklung über steuerliche Regelungen förderten, verschärfe dies den Standortwettbewerb zum Nachteil Deutschlands.

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