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ACHEMA-Trendbericht Pharmamarkt

Validierung bremst Innovationen im Pharmamarkt

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Pharmaunternehmen, welche hochpotente Wirkstoffe herstellen oder zur Produktion einsetzen, sind vor die Aufgabe gestellt, Personen- und Produktsicherheit in Einklang zu bringen. Dabei ist die Situation häufig komplex und konstruktiv alles andere als einfach. Ein Einsatz von persönlicher Schutzausrüstung für die Mitarbeiter wird aus Sicht des Arbeitsschutzes nur in begrenztem Umfang und Zeitraum akzeptiert, deshalb müssen andere Konzepte greifen.

Geringe Arbeitsplatzbelastungen werden technisch mit geschlossenen Prozessführungen erreicht. Um Kreuzkontaminationen und mikrobiologische Beeinträchtigungen zu verhindern, sind die gleichen technischen Maßnahmen wie beim Personenschutz notwendig. Dazu zählen geschlossene Prozesse, aerodynamische und physische Barrieren, reinigungsoptimierte Konstruktion und hochwertige Werkstoffe. Die ACHEMA 2009 wird ein breites Spektrum für das kontaminationsfreie Handling hochaktiver Wirkstoffe (API – Active Pharmaceutical Ingredients), sowie andere Neuheiten rund um das Containment und die Isolatortechnik zeigen.

Pharmaverpackungen geben Sicherheit

Ein weiterer Faktor bei der Behandlung von Krankheiten ist die Verpackung. Allein in Deutschland, so schätzt das britische Marktforschungsunternehmen MSI (Marketing Research for Industry), stieg das Marktvolumen von 27,5 Milliarden Medikamentenverpackungen (2001) um 14 Prozent auf etwa 31,4 Milliarden Stück (2005). Für das Jahr 2010 erwartet MSI ein Aufkommen von 37,2 Milliarden Stück.

Aber nicht nur die Stückzahl steigt, auch die Anforderungen seitens der Patienten, der Ärzte und der Pharmazeuten. Dabei spielen heute funktionale Aspekte bei rezeptpflichtigen Pharma-Verpackungen die größte Rolle. Der Trend zu noch komfortablerem und vor allem sicherem Handling von Pharma-Verpackungen ist unübersehbar: Dazu zählt beispielsweise die Wiederverschließbarkeit, der Einbau von Taschen für die Packungsbeilage oder Laschen für weitere Informationen oder Erinnerungshilfen, wie die Medikamente einzunehmen sind. Denn es gibt Schätzungen, dass rund die Hälfte aller Medikamente nicht verschreibungsgemäß eingenommen wird.

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