Digitale Anlage/Projektdaten-Management-Software Up to Date im Engineering: Software wird zum Anlagenbau–Nervenzentrum

Autor / Redakteur: Anne-Marie Walters* / Dominik Stephan

So wird Projektdaten-Management-Software zum integralem Bestandteil eines neuen Global-Engineering-Systems – Wenn ein globales Chemieunternehmen eine neue Engineering-Software benötigt, reichen Standardprodukte häufig nicht aus. Für das Nervenzentrum des Anlagenbaus sind maßgeschneiderte Lösungen gefragt. Doch der Mehraufwand zahlt sich aus: So profitieren Engineering und Projektmanagement, aber auch Betrieb und Instandhaltung vom Informationsvorsprung.

Born in the USA: Nach Kingsport, Tennessee, will Eastman auch die übrigen Firmenstandorte mit Project Wise ausstatten.
Born in the USA: Nach Kingsport, Tennessee, will Eastman auch die übrigen Firmenstandorte mit Project Wise ausstatten.
(Bild: Bentley)

Eastman Chemical Company, ein Fortune-300-Unternehmen mit über neun Milliarden Dollar Jahresumsatz und 14 000 Beschäftigten, verdankt seinen Erfolg auch gezielten Investitionen in zuverlässige, innovative Lösungen. Als etwa in den 80er Jahren kein Zeichnungsverwaltungssystem den Anforderungen des Unternehmens gerecht werden konnte, entwickelte Eastman ein eigenes. So entstand die einzigartige RDCP (Record Drawing Change Process)-Software, die 25 Jahre lang wertvolle Dienste leistete.

Jahrelang konnte Eastman die Dokumente für benutzerdefinierte Systeme mit RDCP verlässlich auf dem neuesten Stand halten. „Wir haben rund vier Millionen Dateien für weltweit 2500 aktive Nutzer aus Bereichen wie Entwicklung und Konstruktion, Wartung, Betrieb und Support, Beschaffung und Immobilien verwaltet“, erklärt Jan Shumate, Eastman Director für Worldwide Engineering and Construction.

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Doch der zunehmende Bedarf an besserer Informationssicherheit, Zuverlässigkeit und niedrigeren Wartungskosten veranlasste die Eastman-Führung, nach einer neuen Informationsmanagementlösung Ausschau zu halten. „Wir benötigten ein Informationssystem, das mit dem Unternehmen mitwächst, einen Mehrwert bietet und keine ausufernden Lebenszykluskosten verursacht“, so Shumate. Dabei sollten Zugriffssteuerungsfunktionen und benutzerdefinierte Fea­tures verwendet werden.

Anforderungen en Masse

Gleichzeitig musste Eastman seine bestehenden Entwicklungs- und Konstruktionsprozesse aufrechterhalten, einschließlich der internen Microsoft Share-Point-Umgebungen und RDCP. Mit der RDCP-Software können mehrere Benutzer eine Kopie eines „As-Built“-Datensatzes auschecken, aktualisieren und/oder überarbeiten und mit nahtlosen Aktualisierungen wieder einchecken. Bei anschließenden Aktualisierungen derselben Zeichnung muss stets die neueste Version erkannt werden. So wird sichergestellt, dass die Hauptdatei immer auf dem neuesten Stand ist.

Zudem sollte das Unternehmen anpassungsfähiger werden, um auf Basis einer modernen IT-Infrastruktur neue Geschäftsanforderungen zu erfüllen, die Informationsmobilität zu erhöhen und die Systemzuverlässigkeit zu verbessern. „Unter anderem spielte aufgrund unseres globalen Wachstums die Interoperabilität mit den Anwendungen und Dateitypen anderer Anbieter eine wesentliche Rolle“, fügt Shumate an. „Und wegen der Verlagerung auf datenzentrierte Entwurfsprozesse und -anwendungen kam es entscheidend darauf an, dass unsere Lösung neben CAD-Zeichnungen noch weitere Arten von Informationen verarbeiten kann.”

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