Suchen

Registrierungspflichtiger Artikel

Studie: Arbeitssicherheitsbarometer 2015/2016 Unternehmen blenden psychische Belastungen als Grund für Fehlzeiten aus

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Die Mehrheit der deutschen Unternehmen hat die psychische Gesundheit ihrer Mitarbeiter noch nicht ausreichend im Blick. Nur ein Viertel legt bei der gesetzlich vorgeschrieben Gefährdungsbeurteilung besonderes Augenmerk auf psychische Belastungen. Das ist ein Ergebnis des aktuellen Dekra Arbeitssicherheitsbarometers 2015/2016.

Firmen zum Thema

Das Dekra Arbeitssicherheitsbarometer 2015/16 zeigt die Potentiale im Arbeits- und Gesundheitsschutz.
Das Dekra Arbeitssicherheitsbarometer 2015/16 zeigt die Potentiale im Arbeits- und Gesundheitsschutz.
(Bild: Andrey Popov/Fotolia.com)

Stuttgart – Für das Dekra Arbeitssicherheitsbarometer 2015/2016 hat Deutschlands größte Prüforganisation 800 Unternehmen nach den Entwicklungen im Arbeits- und Gesundheitsschutz befragt. Dabei zeigt sich, dass die Themen des klassischen Arbeitsschutzes dominieren. So ist für vier von fünf (80 %) der Befragten die Gestaltung der Arbeitsstätte besonders wichtig, für zwei Drittel (65 %) der sichere Einsatz von Arbeitsmitteln, Maschinen und Geräten. Psychische Belastungen werden aber nur von einer Minderheit (25 %) als besonders wichtig bezeichnet.

Link zur Studie Die komplette Studie „Dekra Arbeitssicherheitsbarometer 2015/2016“ können Sie auf der Seite von Dekra kostenlos herunterladen. Weitere interessante Studien und Positionspapiere aus Bereichen wie beispielsweise Gehalt, Personal, Industrie, Pharma, Produktion oder auch Biotechnologie finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

Das Arbeitsschutzgesetz schreibt vor, routinemäßig auch Gefährdungen durch psychische Faktoren zu analysieren. Immer mehr Menschen werden wegen psychischer Leiden krankgeschrieben. Nach einer aktuellen Studie der Krankenkasse DAK war 2014 jeder 20. Beschäftigte aus diesem Grund zeitweise arbeitsunfähig. Umgerechnet auf die Gesamtbevölkerung wären dies 1,9 Millionen Menschen, 16,6 % der Fehlzeiten gehen auf das Konto von psychischen Erkrankungen.