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Rohstoffpreise Mai 2014 Ukraine-Krise belastet weiterhin den Weltrohstoffmarkt

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Die Weltrohstoffpreise haben sich auf Dollarbasis im April 2014 um knapp 1 % erhöht. Aufgrund eines weitgehend stabilen Wechselkurs des Euros fiel der Anstieg in Inlandswährung in der gleichen Größenordnung aus. Vor allem die Unsicherheit der Ukraine-Krise und mögliche Wirtschaftssanktionen gegen Russland prägten die Diskussion...

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Die IKB fürchtet durch die Ukraine-Krise Auswirkungen für die Rohstoffmärkte.
Die IKB fürchtet durch die Ukraine-Krise Auswirkungen für die Rohstoffmärkte.
(Quelle: HWWI; Deutsche Bundesbank)

Düsseldorf – So zogen etwa die Nickelpreise kräftig an, da immerhin fast 30 % der westlichen Lieferungen aus Russland kommen. Dieser Effekt wurde durch die Exportbeschränkungen für indonesische Nickelerze weiter verstärkt, die primär den chinesischen Markt bedienen und die essenziell für die chinesische Edelstahlproduktion sind.

Dagegen ist die Versorgungslage mit Rohöl derzeit noch entspannt, was sich bei Lieferunterbrechungen aus Russland jedoch schnell ändern könnte. Das Lieferangebot außerhalb der OPEC wird vor allem durch die Produktionsausweitungen der USA, die 2014 im Vergleich zu Russland eine höhere Fördermenge aufweisen werden, gesteigert. Die OPEC hat dagegen ihre Rohölförderungen im März weiter zurückgefahren. Vor allem Saudi-Arabien könnte schnell deutlich höhere Mengen fördern. Dies wäre zumindest an die investive Nachfrage ein entsprechendes Signal, falls es zu temporären Lieferstörungen aus Russland kommen sollte. Von daher sieht die IKB weiter eine Bewegung der Rohölpreise in einem Band von 10 Dollar um die Marke von 110 US-$ je Barrel Brent.

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Auch bei den Gaslieferungen erwartet die Industriebank im Verlauf des zweiten Quartals unter normalen Umständen keine Lieferunterbrechungen. Bezogen auf den Wechselkurs des Euro zum US-Dollar sieht die IKB im weiteren Verlauf des zweiten Quartals 2014 keine gravierenden Änderungen. Die Industriebank erwartet eine Bewegung um die Marke von 1,35 US-$/€. Bei anziehenden US-Langfristzinsen könnte diese Marke dann deutlicher unterschritten werden.

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Rohstoffpreisen, -Lagerbeständen und der Rohstoffproduktion weltweit können Sie den Grafiken in der Bildergalerie und deren Untertexten entnehmen.

Welche Rohstoffe Mangelware sind oder werden können Sie in der Bildergalerie Gefahrenanalyse Rohstoff – was wird knapp? nachschauen.

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