Geschäftsbilanz 2017 Über 25 % Umsatzanstieg – Lanxess legt Rekordjahr hin

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Lanxess hat im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatzanstieg von 25,5 % auf 9,66 Milliarden Euro erzielt. Wesentliche Gründe für den starken Ergebnisanstieg waren gesteigerte Absatzmengen in allen Segmenten sowie der starke Beitrag der im vergangenen Jahr erworbenen Chemtura-Geschäfte. Neben dieser Akquisitionen investierte das Unternehmen rund 550 Millionen Euro in sein globales Anlagennetzwerk, rund 235 Millionen Euro davon in die deutschen Standorte.

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Lanxess mit Rekordergebnis für 2017 und gutem Start ins neue Geschäftsjahr
Lanxess mit Rekordergebnis für 2017 und gutem Start ins neue Geschäftsjahr
(Bild: Lanxess)

Köln – Das Ebitda vor Sondereinflüssen stieg im Geschäftsjahr 2017 um 29,6 % auf 1,29 Milliarden Euro, den bisher höchsten Wert der Unternehmensgeschichte. Im Vorjahr waren es 995 Millionen Euro. Das Konzernergebnis lag bei 87 Millionen Euro nach 192 Millionen Euro im Vorjahr. Grund für den Rückgang sind erhebliche einmalige Sonderaufwendungen vor allem für die Integration der Chemtura-Geschäfte und für die Konsolidierung von Produktionsnetzwerken und Wertschöpfungsketten sowie eine Einmalbelastung aus der US-Steuerreform.

In den Wachstumsregionen Nordamerika und Asien baute Lanxess seine Präsenz und seinen Umsatz weiter aus. Der Anteil von Nordamerika am globalen Umsatz stieg von 17 auf 19 %, der Anteil von Asien/Pazifik von 26 auf 28 %. Damit erzielt der Konzern inzwischen fast die Hälfte seines Umsatzes in diesen beiden Marktregionen.

Umsatz und Ergebnis steigen in allen Segmenten

Der Umsatz des Segments Advanced Intermediates lag im Geschäftsjahr 2017 mit 1,97 Milliarden Euro um 13,1 % über dem Vorjahreswert von 1,74 Milliarden Euro. Das Ebitda vor Sondereinflüssen stieg um 2,8 % auf 335 Millionen Euro nach 326 Millionen Euro im Vorjahr. Im Segment Specialty Additives hat sich der Umsatz fast verdoppelt und stieg sehr deutlich um 90,7 % auf 1,60 Milliarden Euro nach 841 Millionen Euro im Jahr zuvor. Das Ebitda vor Sondereinflüssen wuchs ebenfalls kräftig um 76,8 % auf 267 Millionen Euro nach 151 Millionen Euro im Vorjahr.

Im Segment Performance Chemicals legte der Umsatz um 10,5 % von 1,30 Milliarden Euro auf 1,44 Milliarden Euro zu. Das Ebitda vor Sondereinflüssen lag mit 252 Millionen Euro um 13,0 % über dem Vorjahreswert von 223 Millionen Euro. Der Umsatz im Geschäftsbereich Engineering Materials stieg der Umsatz um 29,4 % von 1,06 Milliarden Euro auf 1,37 Milliarden Euro. Das Ebitda vor Sondereinflüssen lag mit 219 Millionen Euro um 37,7 % und damit sehr deutlich über dem Vorjahreswert von 159 Millionen Euro. Im Segment Arlanxeo stieg der Umsatz um 19,2 % auf 3,23 Milliarden Euro nach 2,71 Milliarden Euro im Vorjahr. Das Ebitda vor Sondereinflüssen betrug 385 Millionen Euro und lag damit um 3,2 % über dem Vorjahreswert von 373 Millionen Euro.

Ausblick auf 2018

Die positive Entwicklung von 2017 setzt sich mit dem guten Start ins neue Jahr fort. Für das Jahr 2018 spielt bei Lanxess eine bilanztechnische Besonderheit eine Rolle: Ab dem zweiten Quartal 2018 wird das Kautschuk-Joint-Venture Arlanxeo als nicht-fortgeführtes Geschäft ausgewiesen. In den übrigen vier Segmenten Advanced Intermediates, Specialty Additives, Performance Chemicals und Engineering Materials, die unter dem Begriff „New Lanxess“ zusammengefasst werden, erwartet der Konzern in Summe eine leichte Steigerung beim Ebitda vor Sondereinflüssen. 2017 lag diese Kennziffer ohne Berücksichtigung von Arlanxeo bei 925 Millionen Euro.

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