Suchen

Neue Chemikalienverordnung TÜV Rheinland: Biesterfeld ist hervorragend auf REACH vorbereitet

| Redakteur: Marion Wiesmann

Auf der European Coatings Show 2007 übergab TÜV Rheinland BioTech das Zertifikat „REACHapproved“ im Rahmen einer Pressekonferenz an Biesterfeld Spezialchemie .

Firmen zum Thema

Die neue EU-Verordnung verlangt ein umfangreiches Zulassungsverfahrung für rund 3000 riskante Chemikalien.
Die neue EU-Verordnung verlangt ein umfangreiches Zulassungsverfahrung für rund 3000 riskante Chemikalien.
( Archiv: Vogel Business Media )

Nürnberg – Der Chemiewirtschaft steht mit der im Juni 2007 in Kraft tretenden europäischen Verordnung REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) ein einschneidender Umbruch bevor. Die Verordnung wird das bisherige Chemikaliengesetz ablösen. Sie gilt zum Zeitpunkt der In-Kraft-Setzung für die gesamte Europäische Union und betrifft Hersteller und Verarbeiter von mehr als 30 000 Stoffen. TÜV SÜD unterstützt Unternehmen mit ihrem regulatorischen Know-how und ihrem weltweiten Netzwerk bei der Umsetzung der Verordnung.

Biesterfeld Spezialchemie ist „REACHapproved“

Auf der European Coatings Show 2007 nahm der Hamburger Chemikalienhändler Biesterfeld Spezialchemie das Zertifikat „REACHapproved“ entgegen. TÜV Rheinland BioTech bescheinigt dem Hamburger Chemikalienhändler damit die erfolgreiche Einführung eines umfassenden REACH-Projekts im Unternehmen.

Das mehrstufige Zertifikat „REACHapproved“ belegt gegenüber Dritten in der aktuellen Vorbereitungsphase auf die Registrierung, dass ein Unternehmen REACH erfolgreich in die relevanten Unternehmensprozesse integriert und eine Bestandsaufnahme aller vorhandenen Stoffe vorgenommen hat. Diese Daten sind die Voraussetzung für die Abschätzung der durch die neue Chemikaliengesetzgebung entstehenden Kosten. „Deshalb sind auch Banken daran interessiert, wie neutrale Dritte den Umgang eines Unternehmens mit dem Thema REACH beurteilen“, erklärt Ewald Langenohl, Geschäftsführer von TÜV Rheinland BioTech.

TÜV Rheinland als Partner für REACH-Projekte

TÜV Rheinland begleitet den Chemikalienhändler beim Aufbau und der Umsetzung dieses unternehmensweiten REACH-Projekts. Als Basis für diese Tätigkeit hat TÜV Rheinland einen Projektplan entwickelt, der die mehrere tausend Seiten umfassenden Vorgaben Brüssels in rund 400 Einzelaufgaben übersetzt. Als nächster Arbeitsschritt steht ab Juli 2008 die Vorregistrierung an, bei der Chemieunternehmen die eingesetzten Stoffe und Stoffmischungen bei der neu eingerichteten EU-Chemieagentur in Helsinki anmelden müssen. Biesterfeld nutzt die bis dahin verbleibende Zeit, um möglichst umfassende Stoffdaten zu erhalten. Wichtig dabei ist nicht nur die Frage, ob ein Stoff etwa karzinogen, mutagen oder reprotoxisch ist, sondern auch die Frage, wie die Kunden von Biesterfeld diese Stoffe nutzen.

Frühzeitige Vorbereitung sichert Import und Produktion

Während die meisten Substanzen von den Unternehmen bei der neu eingerichteten EU-Chemieagentur in Helsinki lediglich registriert und hinsichtlich ihres Gefährdungspotenzials bewertet werden müssen, ist für den Einsatz von etwa 3000 besonders riskanten Stoffen ein umfangreiches Zulassungsverfahren vorgeschrieben. Für die Registrierung und Zulassung von so genannten „Altstoffen“ gibt es Übergangsfristen, die sich nach der Einsatzmenge und dem Risikopotenzial richten.

(ID:210443)