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Studie: Energieeffizienz Trotz gesunkener Energiepreise – Energieeffizienzmarkt wächst weiter

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Die deutsche Energieeffizienzbranche hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von 143 Milliarden Euro erwirtschaftet. Der Markt ist damit zwischen 2015 und 2016 um knapp 6 % gewachsen. Dies geht aus der Marktanalyse Branchenmonitor Energieeffizienz 2017 hervor, die auf einer Unternehmensbefragung beruht.

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Umsatz-Entwicklung in der Energieeffizienzbranche
Umsatz-Entwicklung in der Energieeffizienzbranche
(Bild: Deneff)

Berlin – Laut dem Branchenmonitor Energieeffizienz 2017, der gestern in Berlin von der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (Deneff) und die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PwC) vorgestellt wurde, ist die weiterhin positive Entwicklung – trotz geringerer Energiepreise – vor allem auf politische Rahmenbedingungen zurückzuführen. „Die Energieeffizienzbranche entwickelt sich überdurchschnittlich dynamisch. Das drückt sich auch in der wachsenden Zahl von Neueintritten in den Markt aus, darunter sind viele Start-ups. Dass dies alles trotz der derzeit geringen Energiepreise so ist, zeigt auch, dass die Politik auf einem guten Weg ist“, sagt Carsten Müller, MdB, Vorstandsvorsitzender der Deneff.

Der Markt wird für Neueintritte immer attraktiver: Neben Energieunternehmen treten vor allem Start-ups neu in den Energieeffizienzmarkt ein. Wichtige Trends, die diese Entwicklung befeuern, sind Digitalisierungsthemen und innovative Geschäftsmodelle. Gleichzeitig sorgen sich viele Unternehmen um die künftige Entwicklung des politischen Rahmens, der in den letzten Jahren wichtigster Markttreiber geworden ist. Entsprechend wichtig ist die Weiterentwicklung dieses Rahmens für die Unternehmen: So finden über 90 % der Befragten, dass „Efficiency First“ zum strategischen Planungsinstrument für das Energiesystem und auch Maßstab für künftige Neubaustandards werden soll. Sie wünschen sich zudem, dass rechtliche Hemmnisse beseitigt werden. Dazu zählt für eine große Mehrheit, dass Unternehmen für die Gewährung von Industrierabatten, wie bei der Reduzierung der EEG-Umlage, individuelle Effizienzfortschritte nachweisen sollen.

„Die Entwicklung des Energieeffizienzmarktes muss sich neben dem Wachstum auch an der tatsächlichen Entwicklung der Energieeffizienz messen lassen. Die zunehmend besser werdenden Rahmenbedingungen für Anbieter von Effizienzlösungen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Hemmnisse der Verbraucher für ein energieeffizientes Verbrauchsverhalten aktiv adressiert werden müssen“, sagt Norbert Schwieters, Leiter Energiewirtschaft bei PwC. Qualität, Qualifizierung und effizienzsteigernde Anreize sind dabei die entscheidenden Hebel zur Hebung der Effizienzpotenziale.

Der Branchenmonitor Energieeffizienz 2017 kannhierkostenfrei heruntergeladen werden unter.

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