Konjunktur

Top-Manager sehen 2010 als Jahr des Aufschwungs

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Mit dem Abflauen der Krise habe sich auch die Risikowahrnehmung der Manager verändert. Eine fortgesetzte Rezession der Weltwirtschaft würden zwar noch immer zwei von drei Spitzenmanagern und damit die meisten Befragten als Gefahr für das Unternehmenswachstum nennen. In der Umfrage von 2009 hatten sich jedoch noch 85 Prozent besorgt oder sogar sehr besorgt über einen möglichen Wirtschaftsabschwung gezeigt.

Angst vor staatlichen Interventionen wächst

Stark gestiegen sei demgegenüber die Sorge vor den Folgen staatlicher Interventionen in die Wirtschaft. Die Gefahr eines wachsenden Protektionismus sähen nunmehr 49 Prozent der CEOs, im Vorjahr waren es erst 39 Prozent. Eine staatliche Überregulierung in Folge der Krise fürchteten 60 Prozent der Befragten (2009: 55 Prozent), in Deutschland sogar 71 Prozent.

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Ein gravierendes Wachstumshindernis bleibt nach Einschätzung der Top-Manager die Kapitalknappheit. So würden 51 Prozent der Befragten der Aussage zustimmen, dass Banken zögerlicher Kredite vergeben als vor der Krise. Von den deutschen Spitzenmanagern würden dies sogar 63 Prozent. sagen.

Cash-Flow wird für Unternehmensfinanzierung wichtiger

Entsprechend setzten die Unternehmen stark auf die Finanzierung aus eigener Kraft. So würden 83 Prozent der Befragten insgesamt und sogar 92 Prozent der deutschen Spitzenmanager auf den Cash-Flow zur Investitionsfinanzierung verweisen. Bankkredite wollten demgegenüber nur 40 Prozent der CEOs in Anspruch nehmen.

Die Finanzierungsprobleme würden auch die Investitionspläne der Unternehmen prägen. Während kapitalintensive Vorhaben wie die Erschließung neuer Märkte (15 Prozent der Befragten) oder Unternehmenszukäufe (14 Prozent) nur bei vergleichsweise wenigen CEOs auf der Agenda stünden, setzten die relativ meisten Befragten (38 Prozent) auf Wachstum durch die intensivere Bearbeitung bestehender Absatzmärkte.

Klimawandel eher als Chance für Unternehmen denn als Risiko gesehen

Ungeachtet der unmittelbaren ökonomischen Risiken sei in den Vorstandsetagen auch die Aufmerksamkeit für die Folgen der globalen Erderwärmung gestiegen. Den Klimawandel betrachtteen nunmehr 37 Prozent der CEOs als potenzielle Gefahr für ihr Unternehmen (2009: 26 Prozent), in Deutschland 41 Prozent.

Insgesamt gut jeder dritte Befragte erwartet laut Mitteilung, dass sein Unternehmen künftig verstärkt Emissionen reduzieren muss, knapp jeder vierte befürchte ein langsameres Wachstum in seiner Branche auf Grund von Klimaschutzvorschriften. Auf der anderen Seite würden 47 Prozent der Befragten (Deutschland: 52 Prozent) in Initiativen zum Klimaschutz auch eine Chance für Wachstum durch neue Produkte und Dienstleistungen sehen.

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