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Bandanlagen Thyssenkrupp stattet neue Kupfermine in Peru mit Bandanlagen aus

| Redakteur: Gabriele Ilg

Eines der größten noch unberührten Kupfervorkommen der Welt wird bald mithilfe von Hochleistungsbandanlagen von Thyssenkrupp erschlossen. Der Geschäftsbereich Industrial Solutions wurde kürzlich von Anglo American mit der Lieferung eines Fördersystems für die neue Kupfermine Quellaveco in der peruanischen Region Moquegua beauftragt.

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Dias Bild zeigt eine Bandanlage, die Thyssenkrupp für die Las Bambas Mine in Peru geliefert hat.
Dias Bild zeigt eine Bandanlage, die Thyssenkrupp für die Las Bambas Mine in Peru geliefert hat.
(Bild: Thyssenkrupp Industrial Solutions)

Essen – Zum Lieferumfang gehört eine 4,7 km lange und 1,8 m breite Langstrecken-Bandanlage, die mit zwei getriebelosen 5500-kW-Antrieben ausgestattet sein wird. Bei einer Gurtbreite von 1,8 m wird die Anlage nach ihrer Fertigstellung bis zu 11 000 Tonnen Kupfererz pro Stunde fördern. Thyssenkrupp liefert darüber hinaus acht kleinere Bandanlagen und elf Bandaufgeber, die das Material zur Aufbereitungsanlage transportieren. Voraussichtlich im Jahr 2022 soll erstmals Kupfer in der neuen Mine produziert werden.

Die getriebelosen Antriebe der neuen Langstrecken-Bandanlage erzielen im Vergleich mit herkömmlichen Antriebslösungen nicht nur eine effizientere Energienutzung und höhere Verfügbarkeit, sondern zeichnen sich auch durch einen geringeren Wartungsaufwand aus. Der Verzicht auf eine Reihe mechanischer und elektrischer Komponenten erhöht die Zuverlässigkeit und verbessert den Wirkungsgrad des Gesamtsystems um drei bis vier Prozent.

Torsten Gerlach, CEO der Business Unit Mining Technologies: „Dieser Auftrag zeigt einmal mehr, dass getriebelose Bandanlagen von Thyssenkrupp den Bedarf an immer effizienteren Gesamtlösungen optimal erfüllen und dabei gleichzeitig den kontinuierlich steigenden Sicherheitsanforderungen im Tagebau Rechnung tragen. Seit dem Jahr 2010 haben wir bereits sieben Projekte dieser Größenordnung mit getriebelosen Langstrecken-Bandanlagen realisiert. Gemeinsam mit unserem Partner Siemens ist es uns gelungen, diese Technologie erfolgreich im Markt zu etablieren.“

Das neue Fördersystem wird zunächst täglich 127 500 Tonnen vorgebrochenes Erz vom Grubengelände zur Vorratshalde transportieren. Quellaveco verfügt über rund 7,5 Millionen Tonnen Kupfer in Erzvorkommen – genug, um beispielsweise 80 Millionen Haushalte zu verkabeln oder 90 Millionen Elektrofahrzeuge auszurüsten.

Große Teile der Langstrecken-Bandanlage werden durch einen 3,2 km langen Tunnel zwischen zwei Tälern verlaufen. Nach Austritt aus dem Tunnel führt das Förderband über hügeliges Gelände, bevor es an der Halde endet. Thyssenkrupp hat ähnliche Systeme bereits für die Minen Antapaccay und Las Bambas in Peru entwickelt.

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