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Hochdruckpasteurisierung

Thyssenkrupp arbeitet mit Hochdruck an frischen Lebensmitteln

| Redakteur: Tobias Hüser

Die Hochdruckpasteurisierungsanlage von Thyssenkrupp
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Die Hochdruckpasteurisierungsanlage von Thyssenkrupp (Bild: Thyssenkrupp Industrial Solutions)

Die Hochdruckpasteurisierung (HPP) von Thyssenkrupp soll Lebensmittel ganz ohne Hitze oder Additive durch hohen Druck schonend bis zu zehnmal länger haltbar machen. Dabei werden Säfte, Obst, Gemüse, Meeresfrüchte, Fleisch- und Milchprodukte direkt in der Endverpackung behandelt. Das funktioniert mit Vakuum- und Schutzgasverpackungen genauso wie mit Kunststoffflaschen.

Köln – Vor einigen Jahren wurde das Portfolio von Uhde High Pressure Technologies um Lösungen zur Pasteurisierung erweitert. Mittlerweile werden die HPP-Anlagen des Thyssenkrupp-Tochterunternehmens von Lebensmittelherstellern in der ganzen Welt genutzt. Vom 20. bis 23. März 2018 präsentiert Thyssenkrupp die Technologie und ihre Potentiale für die Lebensmittelindustrie auf der Anuga Food Tec in Köln. Hochdruckbehandelte Säfte und Smoothies können direkt am Messestand verkostet werden.

Beim HPP-Verfahren werden Lebensmittel in speziellen Beladekörben automatisch in einen Hochdruckbehälter befördert. Der fährt in die Anlage ein und wird mit Wasser gefüllt. Nun steigern Hochdruckpumpen den Druck im Behälter auf 6.000 bar. Dies entspricht in etwa der Gewichtskraft, die drei Jumbo-Jets auf die Fläche eines Smartphones ausüben würden. Nach wenigen Minuten – die Dauer ist je nach Produkt unterschiedlich – wird der Druck kontrolliert wieder gesenkt. Der Rest ist einfach: Wasser raus, Behälter leeren, und die nächste Ladung kann kommen.

Der Hochdruck-Pasteurisierungsprozess benötigt lediglich Leitungswasser (das wiederverwendet werden kann) und elektrische Energie für die Pumpen – mehr nicht. Die Produkte werden typischerweise gekühlt dem Prozess zugeführt. Durch die Komprimierung steigt die Temperatur um rund 18 °C. Die Lebensmittel werden in ihrer Verpackung um ca. 16 % komprimiert. Beim Entspannungsvorgang kühlt das Produkt in etwa wieder auf die Ausgangstemperatur ab und expandiert dabei auf seine Ausgangsgröße. Da keine hohen Temperaturen notwendig sind, bleiben die Produkte frisch und hochwertig.

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