Konustrockner Temperatursensible Aminosäuren sicher trocknen: So geht's!

Redakteur: Dominik Stephan

BHS-Sonthofen hat im Frühjahr dieses Jahres zwei baugleiche Konustrockner in pharmagerechter Ausführung zur Trocknung verschiedener Aminosäuren an die Amino GmbH geliefert. Im Zuge von Kapazitätserweiterungen nutzt Amino diese Trockner als Teil einer neuen Produktionsanlage im semi-kontinuierlichen Betrieb. Das Besondere: Die Trockner werden im laufenden Trocknungsprozess im Unterdruck wechselseitig befüllt.

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Die Amino GmbH setzt zwei Konustrockner von BHS-Sonthofen im semi-kontinuierlichen Wechselbetrieb ein, um verschiedene Aminosäuren schonend zu trocknen.
Die Amino GmbH setzt zwei Konustrockner von BHS-Sonthofen im semi-kontinuierlichen Wechselbetrieb ein, um verschiedene Aminosäuren schonend zu trocknen.
(Bild: BHS Sonthofen)

Amino liefert natürlich gewonnene und aufbereitete Aminosäuren an Kunden in der Pharma- und Medizinbranche. Dabei arbeitet das Unternehmen mit BHS-Sonthofen zusammen und hat mehrere Maschinen von BHS für Filtration und Trocknung im Einsatz. Um seine Produktionskapazitäten auszubauen, entschied sich Amino für eine vollkommen neue Produktionslinie mit zwei Konustrocknern vom Typ HVW-VT 8500. Die beiden in pharmagerechter GMP-Ausführung (Good Manufacturing Practice) gelieferten Maschinen haben für den Betrieb im pharmazeutischen Bereich ein ungewöhnlich hohes Fassungsvermögen.

Gerrit Dierking, Projektleiter bei Amino, bestätigt eine reibungslose Montage: „Die durchaus anspruchsvolle Installation der Trockner wurde vom technischen BHS-Personal kompetent und zu unserer vollen Zufriedenheit begleitet.“ Ein Schwerlast-Portalträger brachte die Maschinen seitlich in das Gebäude ein, wo sie in die neue Linie integriert wurden.

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Pneumatische Befüllung der Trockner

Da es sich bei Aminosäuren aufgrund ihrer Struktur um ein besonders temperaturempfindliches Produkt handelt, ist ein schonendes Trocknungsverfahren essenziell, um höchsten Qualitätsanforderungen zu entsprechen. Über zwei Schälzentrifugen wird das feuchte Produkt pneumatisch in den ersten Trockner eingebracht. „Der zweite Trockner wird befüllt, wenn der erste seinen maximalen Füllstand erreicht hat. Das heißt: In einem ausgeklügelten Schleusensystem erfolgt die Beschickung der Trockner wechselseitig und im Vakuum“, erklärt Martin Specht, verantwortlicher Area Sales Manager bei der BHS-Sonthofen Process Technology.

Die Trocknung startet bereits während der Befüllung: Ist der Trockner vollständig befüllt, wird das Eintragsventil geschlossen und die volle Trockenleistung erreicht. Auf diese Weise ist eine semi-kontinuierliche Herstellung verschiedener Produkte bei kurzen Prozesszeiten möglich. „Die Vakuumtrocknung läuft bei niedrigen Temperaturen zudem besonders produktschonend ab,“ so Specht. Eine deutliche Kostenreduzierung wurde durch eine Produktkühlung im Anschluss an den Trocknungsschritt im gleichen Apparat erzielt. Die Heiz- und Kühltechnologie mit Primär- und Sekundärkreislauf ist Bestandteil des gelieferten Systems. Schließlich werden die Aminosäuren kontrolliert ausgetragen und verkaufsfertig in Big Bags abgepackt.

Insbesondere durch die innovative Form der Beschickung der Trockner wird die Durchlaufzeit für eine Charge deutlich verkürzt. Das bereits während der Befüllung anliegende Vakuum lässt das enthaltene Wasser sofort verdampfen und steigert somit die Prozesseffizienz. Amino profitiert zudem von einem wartungsarmen Gesamtbetrieb. „Wir freuen uns, dass wir nach mehreren Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit Amino erneut mit einem innovativen Verfahren unterstützen konnten“, resümiert Specht. | BHS

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