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Biokraftstoff-Anlagen Süd-Chemie und Linde entwickeln gemeinsam Biokraftstoff-Anlagen

| Redakteur: Gabriele Ilg

Südchemie und Linde entwickeln gemeinsam Anlagen zur Herstellung von Biokraftstoffen der zweiten Generation. Dies sei laut Unternehmensaussage bislang europaweit eine einzigartige Allianz zweier großer Firmen aus Anlagenbau und Biokatalyse zur Entwicklung klimafreundlicher Biokraftstoffe.

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Dr. Günter von Au, Vorstandsvorsitzender der Süd-Chemie: „Die Zusammenarbeit mit Linde ist von großer strategischer Bedeutung für die Süd-Chemie“.
Dr. Günter von Au, Vorstandsvorsitzender der Süd-Chemie: „Die Zusammenarbeit mit Linde ist von großer strategischer Bedeutung für die Süd-Chemie“.
( Archiv: Vogel Business Media )

Müchen - Der Katalysatoren- und Adsorbentienhersteller und der Gase- und Anlagenbaukonzern Linde Group haben eine exklusive Zusammenarbeit zur Entwicklung und Vermarktung von Anlagen für die Produktion von Biokraftstoffen der zweiten Generation vereinbart. Dabei sollen Kraftstoffe wie Ethanol biotechnologisch aus zellulosehaltigen Pflanzenbestandteilen, wie etwa Weizen- und Maisstroh, Gräsern oder Holz, gewonnen werden.

Biokraftstoffe der zweiten Generation auf Basis dieser nachwachsenden Rohstoffe weisen gegenüber heute bereits genutzten Biokraftstoffen der ersten Generation, wie Biodiesel aus Rapsöl, eine deutlich verbesserte Klima- und Energiebilanz auf. Zudem stehen sie nicht in Konkurrenz zum Anbau von Nahrungs- und Futtermitteln.

Die Partnerunternehmen dieser in Europa bislang einzigartigen Allianz ergänzen sich: Während die Süd-Chemie ihr Know-how bei Biokatalysatoren und Bioprozesstechnik in die Kooperation einbringt, verfügt Linde mit seiner Tochtergesellschaft Linde-KCA-Dresden über führende Expertise in der Anlagentechnik im Bereich Biotechnologie und Chemie.

Damit steht potenziellen Kunden wie Ethanolherstellern oder anderen Unternehmen aus dem Industrie- und Agrarsektor sowie Investoren für Anlagen von Biokraftstoffen der zweiten Generation eine leistungsfähige Partnerschaft für die Planung und den Bau dieser Anlagen weltweit zur Verfügung.

Die Gewinnung von Biokraftstoffen aus zellulosehaltigen Pflanzenrohstoffen ist angesichts des immer knapper und teurer werdenden Erdöls und des drohenden Klimawandels ein sehr attraktiver Zukunftsmarkt. Der Unternehmensberatung McKinsey & Company zufolge wird der weltweite Gesamtmarkt für Biokraftstoffe bis 2010 auf 61 Milliarden US-Dollar anwachsen. Eine neue US-Gesetzgebung schreibt zudem vor, dass bis zum Jahr 2022 rund ein Viertel des heutigen Kraftstoffverbrauchs der USA durch Biokraftstoffe ersetzt wird. Dies soll größtenteils durch Bioethanol auf Basis von zellulosehaltigen Pflanzenrohstoffen erreicht werden.

Dr. Günter von Au, Vorstandsvorsitzender der Süd-Chemie sagte: „Die Zusammenarbeit mit Linde ist von großer strategischer Bedeutung für die Süd-Chemie. In diesem hoch attraktiven Zukunftsmarkt werden wir unsere Aktivitäten noch stärker bündeln, um wirtschaftliche Anlagen für klimafreundliche Biokraftstoffe mit hoher Energieeffizienz erfolgreich zur Marktreife zu entwickeln.“

Dr. Aldo Belloni, Mitglied des Vorstands bei Linde erklärte: „Dies ist eine sehr gute Verbindung zweier internationaler Technologieunternehmen. Mit Hilfe von Biokatalyse und Biotechnologie-Anlagentechnik werden wir wirtschaftliche Verfahren für neue Biokraftstoffe im großen Maßstab entwickeln. Wir sind zuversichtlich, damit gemeinsam einen Beitrag zur Lösung wichtiger Fragen in den Bereichen Energie, Klimaschutz und Mobilität zu leisten.“

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