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Petrochemie Studie zur Petrochemie in den Golfstaaten

| Redakteur: Sonja Beyer

Die Petrochemie in den Golfstaaten wächst: Großinvestitionen, um die Kapazitäten zu erhöhen, sind geplant. Damit bieten sich auch deutschen Unternehmen Geschäftsmöglichkeiten, wie eine Marktstudie von Gtai und VDMA ergibt.

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Köln – Wie Germany Trade and Invest (Gtai) informiert, investieren die sechs Staaten des Golf-Kooperationsrates (GCC), die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Katar, Kuwait, Oman und Bahrain, derzeit massiv in den Ausbau ihrer petrochemischen Kapazitäten. Damit bieten sich deutschen Anlagenbauern, Technologieanbietern und Zulieferern interessante Marktchancen. Analysiert und bewertet werden diese Potenziale in der Marktstudie „Der Petrochemie-Sektor in den GCC-Staaten“, die Gtai und der VDMA veröffentlicht haben. Sie untersucht die Rahmenbedingungen und Chancen in den einzelnen Märkten in den Golfstaaten und liefert wichtige Informationen für Unternehmen, die von den Investitionsvorhaben profitieren wollen.

Nach Berechnungen des Projekt-Trackers Proleads beträgt das Gesamtvolumen aller in den sechs GCC-Staaten geplanten Projekte derzeit etwa 185 Milliarden US-Dollar. Auch wenn sich einige Vorhaben bereits im Bau befinden (Projekte für rund 40 Milliarden US-Dollar) und Investitionen im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar vorerst zurückgestellt wurden, bietet die Region in Zukunft umfangreiche und attraktive Geschäftsmöglichkeiten.

Mit den geplanten Großinvestitionen reagieren die Golfstaaten auf den zunehmenden Druck, ihre Volkswirtschaften mit Blick auf eine höhere Wertschöpfung zu diversifizieren und Arbeitsplätze für die wachsende Bevölkerung zu schaffen. Die Region hat sich zum Ziel gesetzt, in naher Zukunft eine starke Rolle im Weltmarkt für Petrochemie zu spielen. Wie dringend der Handlungsbedarf ist und wie schnell entsprechende Pläne umgesetzt werden, hängt jeweils von den ökonomischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ab. Hierbei zeigen sich laut Gtai deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen GCC-Mitgliedsstaaten. So können Kuwait und Katar sowie auch das VAE-Emirat Abu Dhabi dank guter Öl-, Gas- und zum Teil auch Finanzreserven ihre Wirtschaftsstrategien auch längerfristig auf den verfügbaren Ressourcen aufbauen. Dagegen sind Oman, Bahrain und Saudi-Arabien gezwungen, ihre Volkswirtschaften so schnell wie möglich zu diversifizieren und den bereits begonnenen Aufbau zukunftsfähiger Industrien abseits der Öl- und Gasförderung voranzutreiben.

Die Publikation „Der Petrochemie-Sektor in den GCC-Staaten“ ist unter der Bestellnummer 15124 über afrikanahost@gtai.de zum Preis von 100,- Euro erhältlich.

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