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Chemonitor-Trendstudie Studie fordert neue Innovationskultur von deutscher Chemiebranche

| Redakteur: Alexander Stark

Das Beratungsunternehmen Camelot Management Consultants schließt aus der aktuellen Chemonitor-Trendstudie, dass in der deutschen Chemieindustrie Innovationsprozesse des vergangenen Jahrhunderts dominieren. Nur eine Minderheit der Unternehmen zeige sich offen für Innovationskooperationen außerhalb der traditionellen Wertschöpfungskette, wie etwa die Zusammenarbeit mit Firmen anderer Branchen oder Start-ups oder die Nutzung von Crowd Innovation.

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Die chemische Industrie setze aber noch überwiegend auf Innovationsprozesse des 20. Jahrhundert, so die Chemonitor-Trendstudie.
Die chemische Industrie setze aber noch überwiegend auf Innovationsprozesse des 20. Jahrhundert, so die Chemonitor-Trendstudie.
(Bild: Pixabay / CC0)

Mannheim – Von den im Rahmen der Trendstudie befragten Chemiemanagern, nannten 80 Prozent die Zusammenarbeit mit Kunden als Innovationsprozess mit hoher Bedeutung für das eigene Unternehmen, gefolgt von der Zusammenarbeit mit Lieferanten (49 Prozent) bzw. Hochschulen und Forschungseinrichtungen (49 Prozent).

Agilität und Innovation seien für Chemieunternehmen das Lebenselixier des 21. Jahrhunderts. Die chemische Industrie setze aber noch überwiegend auf Innovationsprozesse des 20. Jahrhunderts, kommentiert Dr. Josef Packowski, Managing Partner bei Camelot, die Ergebnisse. Um mit der steigenden Innovationskraft in der internationalen Chemie Schritt zu halten, bedarf es offenerer, vernetzterer Innovationsprozesse, so Packowski. Der Zusammenarbeit mit Firmen anderer Branchen (33 Prozent) oder Start-ups (29 Prozent) messen jedoch vergleichsweise wenig Unternehmen eine hohe Bedeutung zu. Noch geringer ist der Anteil der Manager, die auf moderne Innovationsansätze wie Technologie-Scouts oder Crowd Innovation (13 Prozent) setzen.

Open Innovation: Chance für den Mittelstand

In Sachen Open Innovation zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Großunternehmen und dem Chemiemittelstand. Während bereits drei Viertel der großen Unternehmen Open Innovation (76 Prozent) praktizieren, nutzt nur ein Viertel der Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern offene Innovationsansätze oder plant dies (23 bzw. vier Prozent). Beim Thema Open Innovation zeigt sich der Chemiemittelstand deutlich zurückhaltend, berichtet Sven Mandewirth, Partner und Chemieexperte bei Camelot. Dabei böte sich gerade für ihn die Chance, einen flexiblen und interdisziplinären Zugang zu Innovationsvorteilen zu schaffen und gleichzeitig Risiken zu begrenzen.

Sinkende Zufriedenheit mit dem Chemiestandort Deutschland

Das Panel der Studie wurde auch zu seiner Zufriedenheit mit dem Standort Deutschland befragt. Zwar rechneten bei der aktuellen Umfrage 88 Prozent der befragten Manager mit steigenden Umsätzen für 2018, doch gleichzeitig sank der Anteil derer, die den Standort Deutschland mit „gut“ oder „sehr gut“ bewerten, zum dritten Mal in Folge von 90 Prozent im Mai 2016 auf aktuell 65 Prozent. Besonders unzufrieden sind die Chemiemanager mit den Energiekosten. Die Zufriedenheit mit dem rechtlichen und politischen Umfeld sank mit 34 Prozentpunkten am deutlichsten.

Die Ergebnisse des aktuellen 30. Chemonitor-Trendbarometer stehen zum kostenlosen Download unter www.camelot-mc.comwww.camelot-mc.com zur Verfügung.

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