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Fachkräftemangel Studie bestätigt Fachkräftemangel

| Redakteur: Sonja Beyer

Fast 40 Prozent Abbruchquote bei MINT-Studiengängen und nur 16 Prozent Ingenieure unter den Hochschulabsolventen – diese Alarmsignale im Hinblick auf Fachkräfte hat eine aktuelle Studie festgestellt.

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(Logo: Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft)
(Logo: Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft)

Essen – Im Jahr 2009 haben etwa 53 000 junge Leute einen Ingenieurabschluss an einer deutschen Hochschule erworben. Die aktuellen Absolventenzahlen liegen damit kaum über dem Niveau Mitte der 1990er Jahre. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Nachhaltige Hochschulstrategien für mehr MINT-Absolventen“ des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft und der Heinz Nixdorf Stiftung. Die MINT-Fächer verlieren relativ an Attraktivität: Der Anteil der Ingenieure an allen Hochschulabsolventen sank von 25 Prozent in den 1980er und 1990er Jahren auf aktuell 16 Prozent. „Das ist ein Alarmsignal“, warnt Arend Oetker, der Präsident des Stifterverbandes, „denn fehlender Nachwuchs im MINT-Bereich gefährdet den Forschungsstandort Deutschland.“

Mitverantwortlich für einen Fachkräftemangel seien hohe Abbrecherquoten. So beenden im Schnitt 40 Prozent der Studienanfänger ihr MINT-Studium nicht, und In kaum einem anderen Fach ist die Abbrecherquote höher. In den Sprach- und Kulturwissenschaften oder in den Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sind es beispielsweise nur ein Viertel. Durch eine Halbierung der Schwundquote könnte der prognostizierte Bedarf an zukünftigen Fachkräften nach Einschätzung von Studienautor Pascal Hetze nahezu gedeckt werden.

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