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Energy Excellence

Strategien für mehr Energieeffizienz

| Autor: Anke Geipel-Kern

Dabei herrscht an Fördermitteln kein Mangel – Geld gibt es für fast alles, was die Produktion effizienter macht. Warum Unternehmen vor Anträgen zurückschrecken, liegt momentan noch am Wirrwarr an Programmen, nicht umsonst spricht man auch vom Förderdschungel. Doch damit soll eine neue Fördermittelstrategie des Bundes bald Schluss machen, verkündete die Deneff-Expertin.

Familienzuwachs bei den ISO-Normen

Unsicherheit gibt es auch noch über die Konsequenzen, die aus der neuen ISO 50000er-Familie erwachsen. Energiemanagementsysteme sind für energieintensive Unternehmen spätestens seit Inkrafttreten des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) ein alter Hut. Doch im letzten Jahr legte der Gesetzgeber auf das bestehende ISO-Richtlinienwerk noch eins drauf. „Anfangs hat das Normenwerk viel Augenmerk auf Organisation und Paperwork gelegt, jetzt hat sich der Schwerpunkt in Richtung Einsparungen verschoben“, sagt Berater Matthias Ebinger von der ECG Energie Consulting. Für den Betreiber schafft das Normenwerk mehr Transparenz: Zertifizierer und Auditoren sind nun verpflichtet sich nach der ISO 50003 aufzustellen und ihre Kompetenz nachzuweisen.

Aber auch deutlich mehr Anstrengung: Leistungsverbesserungen müssen  nachgewiesen und in Auditberichten dokumentiert werden. Mit Aktionsplänen soll u.a. transparent gemacht werden, wie das Unternehmen bei Energieeinsparprojekten vorgeht. Verlangt wird außerdem ein Kennzahlensystem, mit dem das Unternehmen nachweisen kann, wo Energie tatsächlich gespart wurde.

Wie installiert man ein Kennzahlensystem?

Doch wie installiert man ein Kennzahlensystem? Wie geht man bei der Erhebung vor? Und wie schafft man es, die Anlagenfahrer zu disziplinieren? Denn die Energieeffizienz chemischer Produktionsverfahren ist stark von den Entscheidungen abhängig, die der Anlagenfahrer im Betrieb trifft.

Doch nur was man misst, kann man auch verändern. Dazu braucht man Echtzeitindikatoren, die den Ressourcenverbrauch bereits während des Prozesses erkennen. Genau darum ging es u.a. beim mittlerweile abgeschlossen EU-Projekt More. Ineos war einer der Projektpartner und Benedikt Beisheim, Energiemanager bei Ineos, berichtete über die entwickelten Konzepte, z.B. über eine Visualisierungsplattform mit Dashboards, die den Anlagenfahrer in Echtzeit über den Status der Anlage informieren und eine Datenbank mit 56 Indikatoren, die während des Projekts entwickelt wurde und online verfügbar ist.

Modellbasierte Simulation bringt Potenziale ans Licht

In Bestandsanlagen steckt in der Regel jede Menge Optimierungspotenzial. Wie man es hebt, weiß Dr. Thomas Harlacher. Er leitet das Team Prozessentwicklung der Infraserv Knapsack und beschäftigt sich mit Simulationsmethoden u.a. der dynamischen Simulation. Er hatte einen Erfahrungsbericht aus einer großtechnischen Chemieanlage mit neun Rektifikationskolonnen mitgebracht.

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