Newsticker November: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Stimmung in rheinland-pfälzischer Chemieindustrie trübt sich ein

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02.11.2021

Wilmington (dpa) *13:11 Uhr – US-Spezialchemiekonzern Dupont richtet sich neu aus

Der US-Spezialchemiekonzern Dupont de Nemours will sein Geschäft neu ausrichten. Dupont werde den Spezialisten für Elektronikmaterialien Rogers Corporation für 5,2 Milliarden US-Dollar (4,5 Mrd Euro) übernehmen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Wilmington mit. Die Transaktion soll im zweiten Quartal 2022 abgeschlossen sein. Die Kartellbehörden und die Roger-Aktionäre müssen noch zustimmen. Zudem werde der Konzern einen großen Teil seiner auf Materialien für die Autoindustrie spezialisierte Einheit (Mobility & Materials) veräußern, hieß es weiter. Das «Wall Street Journal» hatte zuvor darüber berichtet.

«In Zukunft wird sich unser Portfolio auf die Kernbereiche Elektronik, Wasser, Schutz, industrielle Technologien und auf die nächste Generation der Automobilindustrie konzentrieren», sagte Unternehmenschef Ed Breen laut Mitteilung. Dadurch würden sich Umsatzwachstum, die operative Marge (Ebitda) und Ertragsstabilität deutlich verbessern. Dupont könne sich dann in eine Reihe mit den besten Unternehmen der Branche stellen.

Der Bereich Elektronik und Industrie, der mit Rogers zusammengelegt werden soll, machte im vergangenen Quartal etwa ein Drittel des Umsatzes aus. Der Bereich Mobilität und Werkstoffe trägt ebenfalls fast ein Drittel zu den Konzernerlösen bei. Derweil reduzierte das Unternehmen wegen der Versorgungsknappheit mit Halbleitern vor allem in der wichtigen Kundengruppe Automobilindustrie die Ziele für das Gesamtjahr.

New York (dpa) *10:40 Uhr – Pfizer erhöht Jahresziele - Weitere Vereinbarungen für Corona-Impfung

Der US-Pharmakonzern Pfizer profitiert weiter kräftig von dem mit seinem deutschen Partner Biontech entwickelten Covid-19-Impfstoff. Aber auch außerhalb des Geschäfts mit dem Corona-Vakzin Comirnaty hat Pfizer im vergangenen Quartal zugelegt. Das Management um Konzernchef Albert Bourla hob seine Jahresziele erneut an. So soll sich der Umsatz 2021 nun im Vergleich zum Vorjahr auf 81 bis 82 Milliarden Dollar (bis zu 70,8 Mrd Euro) nahezu verdoppeln, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Dabei rechnet Pfizer mit einem noch größeren Beitrag des Corona-Vakzins als bisher, da inzwischen weitere Liefervereinbarungen mit Abnehmerländern getroffen worden seien. Comirnaty dürfte demnach rund 36 Milliarden Dollar beisteuern statt der zuvor prognostizierten rund 33,5 Milliarden Dollar. Auch das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) soll stärker steigen als bisher vom Konzern erwartet. Im vergangenen Quartal konnte Pfizer den Umsatz auf 24,1 Milliarden Dollar mehr als verdoppeln. Unter dem Strich kam ein Gewinn von 8,1 Milliarden Dollar heraus. Im Vorjahresquartal waren es knapp 1,5 Milliarden gewesen.

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