Newsticker November: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Stimmung in rheinland-pfälzischer Chemieindustrie trübt sich ein

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03.11.2021

Darmstadt (dpa) *19:36 Uhr – Merck erhöht Prognose erneut

Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck KGaA hat die Prognosen für das laufende Jahr nach einem starken dritten Quartal erneut erhöht. So soll der Umsatz in diesem Jahr auf 19,30 bis 19,85 Milliarden Euro wachsen (Vorjahr: 17,5 Mrd), wie der Dax-Konzern am Mittwochabend in Darmstadt überraschend mitteilte. Bisher standen 18,80 bis 19,70 Milliarden Euro im Plan.

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) soll von 5,2 Milliarden im Vorjahr auf 6,0 bis 6,3 Milliarden Euro in 2021 anziehen. Die alte Prognose hatte auf 5,6 bis 6,0 Milliarden Euro gelegen. Konzernchefin Belén Garijo hatte die Prognose bereits im August erhöht.

Im dritten Quartal stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um fast zwölf Prozent auf 4,97 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis sank hingegen um neun Prozent auf 1,55 Milliarden Euro. Beide Kennzahlen fielen etwas besser aus als am Markt erwartet. Merck will die vollständigen Zahlen für das dritte Quartal weiterhin am 11. November veröffentlichen. Am Finanzmarkt kamen die Nachrichten gut an, die Aktien legten auf Tradegate zu.

Amsterdam (dpa) *14:55 Uhr – EU-Arzneimittelbehörde stoppt Prüfung von Covid-Medikament

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat das Prüfverfahren eines Covid-Medikaments des Herstellers Eli Lilly gestoppt. Das Pharmaunternehmen habe selbst das Mittel zurückgezogen, teilte die EMA am Mittwoch in Amsterdam mit. Es ging dabei um ein Kombinationspräparat der beiden monoklonalen Antikörper Bamlanivimab und Etesevimab.

Die Experten der EMA hatten die Daten aus Studien des Herstellers seit März in einem beschleunigten Verfahren bewertet. Einige Fragen zur Qualität des Medikamentes hätten aber noch beantwortet werden müssen, wie die EMA mitteilte. Die Entscheidung, das Präparat zurückzuziehen, habe aber das Unternehmen selbst getroffen. Das Mittel dürfe aber auf Basis von nationalen Regeln weiter verschrieben werden, wie die EMA mitteilte.

Die EU-Kommission hatte noch im September einen Rahmenvertrag über die Anschaffung des Covid-19-Medikaments von Eli Lilly abgeschlossen. 18 Staaten wollten sich daran beteiligen. Die Experten der EMA prüfen auf verschiedenen Stufen derzeit die Daten von acht möglichen Covid-Medikamenten. Bisher ist erst ein Medikament zur Behandlung von Covid-19 in der EU zugelassen, das ist Remdesivir.

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