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Befindlichkeitsumfrage Stimmung bei Chemie-Chefs bleibt verhalten

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Die Stimmung der Führungskräfte in Chemie- und Pharmaunternehmen hat sich in diesem Jahr im Vergleich zu 2017 kaum verändert. In der diesjährige Befindlichkeitsumfrage des VAA unter mehr als 3000 leitenden und außertariflichen Angestellten der Branche geht Covestro als Sieger hervor.

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Die Stimmung der Chemie-Führungskräfte hat sich kaum verändert. Die Chefs sind immer noch sehr verhalten angesichts großer Übernahmeschlachten und ständigem wirtschaftlichem Druck.
Die Stimmung der Chemie-Führungskräfte hat sich kaum verändert. Die Chefs sind immer noch sehr verhalten angesichts großer Übernahmeschlachten und ständigem wirtschaftlichem Druck.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Köln – Der Leverkusener Werkstoffhersteller Covestro übernimmt in diesem Jahr erstmals die Spitzenposition im Ranking der Personalpolitik. Seit der Ausgliederung der ehemaligen Bayer-Kunststoffsparte 2015 und der erstmaligen Teilnahme im Befindlichkeitsranking 2016 des VAA (Verband angestellter Akademiker und leitender Angestellter der chemischen Industrie) erreicht das Unternehmen damit zum dritten Mal in Folge eine Spitzenplatzierung in der Umfrage (2016 und 2017: Rang 2).

Den zweiten Platz erreicht – im Vorjahr auf Platz 5 platziert – Beiersdorf. Auf Rang 3 steht in diesem Jahr der Mainzer Glaskonzern Schott, der 2016 und 2017 an der Spitze des Rankings stand. Der bayerische Chemiekonzern Wacker und Bayer belegen die Plätze 4 und 5 und können damit erneut ihre Platzierung in den Top 5 des Rankings bestätigen.

Die Durchschnittsnote der Unternehmen im Umfrageranking bleibt wie im Vorjahr bei 3,0. Eine deutlich höhere Platzierung als 2017 erreichen BASF – von 13 auf 8 – und der Mineralölkonzern Shell – von 15 auf 10. Schlechtere Noten als im Vorjahr vergeben die Führungskräfte beim Aromastoffhersteller Symrise und bei B. Braun. Beide Unternehmen fallen im Ranking zurück.

Übernahmeschlachten drücken die Stimmung

Der 1. VAA-Vorsitzende Rainer Nachtrab erklärt das anhaltende Stimmungstief: „In der Chemieindustrie toben zurzeit gigantische Übernahmeschlachten mit horrenden Summen. Es scheint nur noch Größe zu zählen. Nach der einfachen Formel ‚Größe gleich Macht‘ schließen sich Chemieriesen global zusammen. Die Stimmung bei vielen Führungskräften der Branche ist deshalb im Moment eher verhalten und von Unsicherheit geprägt.“

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