Gefahrstofflagerung Steuerung und Vernetzung im Gefahrstofflabor

Autor / Redakteur: Christian Völk* / Anke Geipel-Kern

Mitarbeiter arbeiten im Labor oft mit gefährlichen oder leicht entzündlichen Substanzen. Was bringen hier vernetzte Lösungen für die Gefahrstofflagerung und wie sehen die technischen Lösungen im Detail aus?

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Über spezielle Kontrollmonitore können die Sicherheitsschränke überwacht werden.
Über spezielle Kontrollmonitore können die Sicherheitsschränke überwacht werden.
(Bild: Düperthal)

Steuerung und Vernetzung sind keine Domänen der Produktion mehr. Längst sind die Themen im Gefahrstofflabor angekommen. Softwaresysteme werden zur Optimierung von Performance, Sicherheit und zur Kostenreduzierung eingesetzt. Dabei werden verschiedenste Gebäudebestandteile gesteuert und optimiert, z.B. Lüftung, Klima, Beleuchtung und Brandschutz. Idealerweise werden diese Systeme bereits bei der Planung berücksichtigt, um vom umfangreichen Nutzen ab Inbetriebnahme des Gebäudes zu profitieren und die Investition schnell zu amortisieren.

Sicherheitsschränke im Netz: Was bringt das?

Der Umgang und die Lagerung von entzündlichen Gefahrstoffen in Sicherheitsschränken wird in der Planung hingegen – obwohl in vielen Laboren Alltag – oft nur rein punktuell betrachtet. Dies verhindert, dass vorhandene Ressourcen optimal für Forschung, Entwicklung und Produktion genutzt werden können. Alleine die rechtzeitige und sichere Entsorgung der Lösemittelabfälle kostet in der Praxis Zeit und verhindert einen optimalen Labor­ablauf.

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Zudem sind im Forschungs- und Produktionsbetrieb die Anforderungen an jeden Einzelnen in Bezug auf Leistung und Effizienz kontinuierlich gestiegen. Die Optimierung des eigenen Arbeitstages und der einzelnen Tätigkeiten spielt für viele also eine immer entscheidendere Rolle. Auch wenn es um die Arbeitssicherheit geht, werden Betreiber heutzutage, z.B. durch die Betriebssicherheitsverordnung, verstärkt in die Pflicht genommen. Faktoren wie Nachweispflicht erfordern stabile, sichere Prozesse für nachhaltige Arbeitssicherheit.

Sicherheit für die Prozesskette

Düperthal bietet mit Cabi 2 Net jetzt eine Lösung an, die Antworten zu diesen Problemfeldern liefern kann. Erstmals können Sicherheitsschränke im Netzwerk miteinander verbunden und Arbeitsabläufe dadurch gesteuert werden. Prozesssicherheit ist dabei das zentrale Stichwort. Denn Betreiber sind bereits heute nicht nur für die Sicherheit der Anwender und der Tätigkeiten während der gesamten internen Prozesskette verantwortlich; sie müssen diese auch dokumentieren und zur Weiterverarbeitung durch digitale Geräte wie PC oder Tablet aufbereiten.

Eine Voraussetzung hierfür sind zuverlässige Sensoren zur Überwachung der jeweiligen Parameter. Kombiniert mit Sensorik können Prozesse weiter optimiert und exakt auf die Bedürfnisse vor Ort angepasst werden. So können z.B. Füllstände bei der Entnahme und/oder der Sammlung brennbarer Flüssigkeiten erfasst und entsprechende Maßnahmen erfolgen. Die Technologie erlaubt zudem Temperaturen präventiv auszuwerten oder die Türschließung zu überwachen. So wird Prozesssicherheit gewährleistet und alle Parameter werden automatisch für die Gefährdungsanalyse dokumentiert.

Das System unterstützt zusätzlich mit aktuellen Kenndaten und intelligenter Vernetzung die effiziente Gestaltung der Wertschöpfungskette. Informationen z.B. zu Füllständen oder Störungen können endgeräteunabhängig über ein Webinterface im Netz abgerufen werden. Das skalierbare System kann in die Gebäudeautomatisierung eingebunden werden. Mit Smartphone, Tablet oder PC kann der Nutzer alle relevanten Informationen über den Betriebsstatus von Sicherheitsschränken abfragen, und dies standortunabhängig.

Lean Lab durch digitale Transformation

Solche Lösungen zielen direkt auf die Forderungen ab, die Experten bei der Optimierung von Arbeitsprozessen empfehlen – Lean Lab entsteht nicht durch den Kauf eines Standardprodukts, sondern ist eine Philosophie die gelebt werden muss. Individuell auf Nutzer- und Betreiberanforderungen zugeschnittene Systemlösungen von Düperthal sollen helfen, diese Philosophie mit Leben zu füllen.

* * Der Autor ist Marketingleiter bei Düperthal Sicherheitstechnik GmbH & Co. KG, Karlstein am Main. Kontakt: Tel. +49-6188-9139142

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