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Fachkräfteindex für Ingenieure

Stellenmarkt der Chemie- und Pharmabranche seit Jahren im Abwärtstrend

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Der Hays-Engineering-Fachkräfteindex für das letzte Quartal 2017 offenbart nichts Gutes für die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie. In einer mehrjährigen Betrachtung der Zahl der Stellenangebote hat sich der Index in der Branche seit 2011 um 35 Punkte verschlechtert. Zusammen mit der Automobilindustrie ist man damit der klare Verlierer der Langzeitperspektive. In der IT-Industrie läuft es für die Arbeitnehmer dagegen sehr viel besser.

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Die Langzeitperspektive des Hays-Engineering-Fachkräfteindex sagt der deutschen Chemie- und Pharmaindustrie schwierige Zeiten voraus.
Die Langzeitperspektive des Hays-Engineering-Fachkräfteindex sagt der deutschen Chemie- und Pharmaindustrie schwierige Zeiten voraus.
(Bild: gemeinfrei / CC0)

Mannheim – Im vierten Quartal 2017 zeigte sich der Stellenmarkt für Ingenieure uneinheitlich. Im Vergleich zum Vorquartal stieg die Zahl der Stellenangebote aus dem Baugewerbe (+ 30 Indexpunkte), der Medizintechnik (+ 20 Indexpunkte), der IT-Industrie (+ 12 Indexpunkte) und dem Maschinenbau (+ 9 Indexpunkte) deutlich an. In der Elektrotechnik und der Automobilindustrie steigerte sich die Nachfrage nach Ingenieuren mit + 4 bzw. 2 Punkten moderater.

Der Fachkräfte-Index basiert auf einer quartalsweisen Auswertung aller Stellenanzeigen in regionalen und überregionalen Tageszeitungen sowie in den meistfrequentierten Online-Jobbörsen. Den Referenzwert von 100 bildet das 1. Quartal 2011.

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Unter Einbeziehung aller Branchen, die Ingenieure suchen, sank die Gesamtnachfrage im vierten Quartal 2017 um 6 Punkte auf den neuen Indexwert von 93. In der mehrjährigen Betrachtung der Zahl der Stellenangebote ragen die Medizintechnik und die IT-Industrie heraus: Für diese beiden Industrien hat sich der Index seit 2011 um 87 bzw. 47 Punkte erhöht. Die Chemie- und Pharmabranche (– 35 Indexpunkte) sowie die Automobilindustrie (– 44 Indexpunkte) sind dagegen die großen Verlierer der Studie.

Ein Blick auf die jeweiligen Rollen für Ingenieure ergibt ebenfalls ein heterogenes Bild. Durch die Industrie-4.0-Aktivitäten in vielen Unternehmen stieg die Zahl der Stellengesuche für hardwarenahe Softwareentwickler um 9 Indexpunkte an. Dagegen sank die Nachfrage nach Konstrukteuren um 10 und nach Qualitätsmanagern um 6 Indexpunkte.

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