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Jubiläum

Stellantrieb-Spezialist Auma feiert halbes Jahrhundert

| Redakteur: Jörg Kempf

Jubiläumsjahr in Müllheim: Im September feiert der Stellantriebshersteller Auma an seinem Hauptsitz „Wiegenfest“. Auf dem Geburtstagskuchen brennen dann 50 Kerzen. Das Jubiläum lenkt den Blick zurück auf eine Erfolgsgeschichte …

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Die Auma-Geschäftsführer Matthias Dinse und Henrik Newerla freuen sich über 50 erfolgreiche Jahre. Bis heute ist Auma ein inhabergeführtes Familienunternehmen.
Die Auma-Geschäftsführer Matthias Dinse und Henrik Newerla freuen sich über 50 erfolgreiche Jahre. Bis heute ist Auma ein inhabergeführtes Familienunternehmen.
( Bild: Auma )

Müllheim – Aus einem Zweimann-Start-Up, 1964 im schwäbischen Ostfildern gegründet, entwickelte sich ein Unternehmen mit weltweit 2300 Mitarbeitern. Die Vision hatten beide Gründerväter, Werner Riester und Rudolf Dinse, nämlich die starke deutsche Armaturenindustrie mit elektrischen Stellantrieben zu beliefern. Die Idee für einen neuartigen elektrischen Stellantrieb stammte vom Ingenieur Riester, während der Kaufmann Dinse das vertriebliche Konzept mitbrachte. Das war der Ursprung der heutigen Auma Riester.

Noch in der ersten Dekade der Firmengeschichte wurden die Weichen in Richtung Globalisierung gestellt. Erster Höhepunkt war 1974 die Gründung von Auma Benelux im niederländischen Leiden. Aus Auma-Sicht begann damit die Erschließung neuer Märkte und damit die Grundlage für ein Wachstum, das bis heute anhält. Das globale Netzwerk umfasst heute 20 internationale Tochtergesellschaften und über 50 Vertretungen, die in über 70 Ländern umfassende Beratungs- und Servicedienstleistungen rund um Stellantriebe anbieten.

Produktinnovationen zur rechten Zeit

Große Entwicklungsabteilungen im Bereich der Mechanik, Elektronik und Software belegen den Willen, die zukünftige Stellantriebstechnologie mitzuprägen. Produktinnovationen zur rechten Zeit, so ist man in Müllheim überzeugt, haben entscheidend zur Entwicklung des Unternehmens beigetragen. Mit den ersten integrierten Steuerungen in der 70er Jahren wurde der Trend zur Dezentralisierung der Funktionen in der Feldebene aufgenommen, Anfang der 1990er wurden die ersten Feldbusschnittstellen in die Geräte integriert. Aktuelle Auma-Antriebe weisen durch intelligente Diagnosefunktionen frühzeitig auf notwendige Wartungsmaßnahmen hin.

Bei allen Neuentwicklungen ist sich der Stellantriebsspezialist sicher, dass die Zuverlässigkeit der Geräte ein entscheidender Maßstab der Betreiber prozesstechnischer Anlagen ist. Die Entwicklung des Unternehmens über 50 Jahre sei ein Indiz dafür, dass es gelungen ist, diese zentrale Kundenforderung zu erfüllen, heißt es. Das Unternehmen kann dies durch Referenzen belegen. Darunter sind Anlagen, in denen 25 Jahre alte Auma-Antriebe bedingt durch die Modernisierung des Leitsystems gegen moderne Auma-Anriebe ausgetauscht werden und nicht etwa auf Grund von Defekten.

Industriearmaturen gibt es in unterschiedlichsten Größen, in verschiedenen Bauformen, in prozesstechnischen Anlagen überall auf der Welt, in allen Klimazonen. „Wann immer erwogen wird eine Armatur elektrisch zu automatisieren, will Auma einen passenden Stellantrieb anbieten können, egal ob in der Kläranlage in Mittelamerika, in einer Wasserpipeline in Arabien oder auf einer Ölbohrplattform im Nordaltantik“, so formuliert der kaufmännische Geschäftsführer Matthias Dinse den Anspruch des Unternehmens. „Um dies zu erreichen, ist unsere Vertriebsorganisation bei Projekten auf allen Ebenen unterstützend aktiv, national und international, von der Planung bis zur Inbetriebnahme“, betont er weiter. So produziert Auma über 200 000 Stellantriebe pro Jahr, immer auf Bestellung und nach den Vorgaben des Kunden.

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