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Sasol veröffentlicht Gutachten Steigende Kosten für Lake-Charles-Chemieprojekt

| Redakteur: MA Alexander Stark

Sasol hat die vorläufigen Ergebnisse einer umfassenden Analyse des Lake Charles Chemical Projekts (LCCP) veröffentlicht. Das Gutachten bestätigt, dass die Kapitalkosten für das Projekt um insgesamt 2,1 Mrd. $ angestiegen sind.

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Das Projekt entsteht in der Nähe von Lake Charles in Louisiana und in unmittelbarer Umgebung der bestehenden Chemieanlagen von Sasol.
Das Projekt entsteht in der Nähe von Lake Charles in Louisiana und in unmittelbarer Umgebung der bestehenden Chemieanlagen von Sasol.
(Source: Sasol)

Lake Charles/USA — LCCP besteht aus einem Ethan-Cracker mit eine Produktionsleistung von 1,5 Millionen Tonnen im Jahr sowie sechs nachgelagerten Chemieanlagen zur Ethylenverarbeitung und zur Herstellung von Industriealkoholen, Ehtoxylaten und weiteren Produkten. Das Projekt entsteht in der Nähe von Lake Charles in Louisiana und in unmittelbarer Umgebung der bestehenden Chemieanlagen von Sasol.

Kürzlich wurde ein Gutachten fertig gestellt, das etwa 60.000 Einzelposten auf die aktuellen Kosten hin untersuchte. Dieses Gutachten hat bestätigt, dass die gesamten Kapitalkosten für das Projekt 11 Mrd. $ betragen. Diese Einschätzung liegt 2,1 Mrd. $ über den ursprünglich veranschlagten Kosten zum Zeitpunkt der Investitionsentscheidung im Oktober 2014.

Am 30. Juni 2016 betrugen die Investitionsausgaben 4,8 Mrd. $. Zu diesem Zeitpunkt war das Projekt zu etwa 50 % fertiggestellt. Das Unternehmen geht nach eigenen Angaben davon aus, dass sich aber am Zeitplan für die Fertigstellung nichts ändern würde. So soll eine Anlage zur Polyethylen-Produktion in der zweiten Jahreshälfte 2018 in Betrieb gehen. Anschließend werden der Ethan-Cracker und die Anlagen zur Produktion von Ethylenoxid sowie Mono-Ethylenglykol und Polyethylen mit niedriger Dichte fertig gestellt sein. Somit würden Anfang 2019 mehr als 80 % der Produktionsleistung zur Verfügung stehen. Die restlichen Anlagen sollen in der zweiten Jahreshälfte 2019 die Produktion aufnehmen.

Dem Gutachten zufolge sind die steigenden Kosten vor allem auf unvorhergesehene Bodenbeschaffenheiten, die zusätzliche Tiefbaumaßnahmen erforderlich gemacht haben, zurückzuführen. Weitere Faktoren waren schlechte Wetterverhältnisse, steigende Kosten des EPCM-Contractors sowie höhere Arbeitskosten.

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