Elektrische Mikroantriebe Steigende Energiekosten erhöhen die Nachfrage nach Mikroantrieben

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

In Europa entfallen fast 65 % des Energieverbrauch von Produktionsanlagen auf motorbetriebene Anwendungen. Um diese Prozentzahl zu senken, setzen Unternehmen verstärkt auf elektrische Mikroantriebe. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Frost & Sullivan, die im Jahr 2016 einen Umsatz von 637,1 Millionen US-Dollar mit den Mikroantrieben erwartet.

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Laut einer Studie von Frost & Sullivan erhöht sich der Umsatz mit Mirkoantreiben von 516,8 Millionen US-Dollar aus dem Jahr 2012 auf 637,1 Millionen US-Dollar bis zum Jahr 2016.
Laut einer Studie von Frost & Sullivan erhöht sich der Umsatz mit Mirkoantreiben von 516,8 Millionen US-Dollar aus dem Jahr 2012 auf 637,1 Millionen US-Dollar bis zum Jahr 2016.
(Bild: Frost & Sullivan)

Frankfurt – Weiterentwickelte Rechtsvorschriften im Energiebereich und Regulierungen hinsichtlich der Energiekosten treiben die Verbreitung von elektrischen Mikroantrieben voran. Laut einer aktuellen Studie von Frost & Sullivan erwirtschaftete der Europamarkt für elektrische Mikroantriebe im Jahr 2012 einen Umsatz von 516,8 Millionen US-Dollar und wird voraussichtlich auf 637,1 Millionen US-Dollar bis zum Jahr 2016 anwachsen. Die Studie berücksichtigt dabei elektrische Mikroantriebe auf Drehstrom-, Gleichstrom- und Servobasis.

„Um den Stromverbrauch der Motoren einzuschränken, investieren Hersteller in leistungsoptimierte Geräte wie etwa Antriebe mit drehzahlvariabler Frequenz“, sagt Raaj Thilak Raveendran, Forschungsanalyst von Frost & Sullivan. „Darüber hinaus dürften die meisten Hersteller ihre Fabrikanlagen mit energieeffizienterer Ausrüstung ausstatten, da die Energiepreise steigen und die Vorschriften für eine nachhaltigere Energienutzung strenger werden.“

OEM´s setzen zunehmend auf Mikroantriebe

Technologische Fortschritte bei Mikroprozessoren und IGBTs (engl. Insulated-Gate Bipolar Transistor) haben elektrische Antriebe kompakter und anwendungsfreundlicher gemacht, was immer mehr OEMs dazu ermutigt, elektrische Antriebe in ihren Maschinen einzusetzen. Dank der sich weiterentwickelnden Halbleitertechnologie sind zudem Elektroantriebe mit hoher Temperaturtoleranz verfügbar, die direkt an die Motoren montiert werden können.

„Die meisten Hersteller elektrischer Mikroantriebe bieten den OEMs jetzt Paketlösungen, die den Bedarf an Schaltschränken, komplexen Verkabelungen und Platz reduzieren", erklärt Raveendran. „OEMs bevorzugen das Konzept eines integrierten Motorantriebs, da es für niedrigere Kosten und kürzere Projektplanungszeiten sorgt.“

Jedoch beeinträchtigen die zunehmende Produktstandardisierung und die Verfügbarkeit billiger Produkte aus Asien die Marktaussichten. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, konzentrieren sich die Hersteller elektrischer Mikroantriebe in Europa auf die Differenzierung ihrer Produkte und Dienstleistungen. Der verbesserte Lifecycle-Support trägt zudem dazu bei, den Kundenstamm zu stärken und auszubauen.

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