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Spezialchemie Steht Evonik vor einem Milliarden-Deal mit Air Products?

| Redakteur: M.A. Manja Wühr

Evonik hat anscheinend immer noch großen Übernahmehunger. Erst Anfang März haben die Essener einen norwegischen Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln übernommen. Nun legen Medienberichte nahe, dass Evonik mit Air Products über die Übernahme der Performance Materials Sparte verhandelt.

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Medienberichten zufolge verhandelt Evonik derzeit mit Air Products über die Übernahme der Performance Materials Sparte.
Medienberichten zufolge verhandelt Evonik derzeit mit Air Products über die Übernahme der Performance Materials Sparte.
(Bild: Evonik)

Düsseldorf – Wie ein Insider der Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat Evonik ein Auge auf einen Geschäftsbereich des US-Konzerns Air Products geworfen. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Auch gibt es noch keine offizielle Stellnahme seitens Evonik.

Zuvor hatte ein weiterer Insider Reuters gesagt, Air Products erwäge seinerseits einen Verkauf des Bereichs Performance Materials an Evonik. Die zu veräußernde Sparte, die etwa Chemikalien für Sonnencremes und Farben produziert, könne einen Wert von mehr als 3,5 Milliarden Dollar haben.

Evonik hat in der Vergangenheit gezeigt, dass das Spezialchemie-Unternehmen eine wichtige Rolle bei der Konsolidierung der Chemieindustrie spielen will. So hat der Konzern erst Anfang März den norwegischen Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln Med Palett übernommen.

Die Chemiebranche befindet sich derzeit in einer Konsolidierungsphase. Prominentes Beispiel ist die Fusion von Dupont mit Dow Chemical zu einen neuen Branchengiganten. Doch nach Informationen verschiedener Branchendienste zeigte auch BASF an dem US-Konzern Dupont Interesse. Zudem will der Staatskonzern Chemchina mit der Übernahme des des Schweizer Pflanzenschutzspezialisten Syngenta für 43 Milliarden Dollar stark vom Wachstumsmarkt Agrarchemie und Pflanzenschutz profitieren.

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