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Pneumatische Förderung Staubfrei fördern?! Neues Förderverfahren senkt Energieverbrauch und Staubentwicklung

| Autor/ Redakteur: Christian Soretz* / M.A. Manja Wühr

Staub und pneumatische Förderung – zwei Seiten einer Medaille? Nun nicht mehr. Mit der Entwicklung eines neuen Förderverfahrens entkoppelt Coperion die Staubbildung nahezu von der pneumatischen Förderung.

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Die staubarme Förderanlage Fluidlift Ecoblue von Coperion lässt sich auch nachrüsten.
Die staubarme Förderanlage Fluidlift Ecoblue von Coperion lässt sich auch nachrüsten.
(Bild: Coperion)

Abrieb, Engelshaar, Verstopfungen – bei der pneumatischen Förderung von Kunststoffgranulaten bisher unumgänglich. Leider beeinträchtigen sie die Qualität und treiben den Aufwand in der Reinigung und Wartung in die Höhe. Um diesen Problemen zu begegnen, hat Coperion die Fördertechnologie Fluidlift Ecoblue entwickelt, die durch kontrollierte Erhöhung der relativen Feuchtigkeit des Fördergases die Reibung innerhalb des Kunststoffgranulats sowie an der Rohrwand extrem herabsetzt. Dank dieser technischen Optimierung kann eine besonders niedrige Geschwindigkeit des Schüttguts sichergestellt werden. Das Ergebnis ist eine sehr deutliche Reduzierung der benötigten Energie sowie eine dramatische Reduzierung des durch die Förderung erzeugten Abriebs. Je weicher das Kunststoffgranulat ist, desto größer ist der erreichbare Effekt.

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Coperion hat in der Entwicklung des neuen Verfahrens besonderes Augenmerk auf die sichere Handhabung der zugegebenen Feuchtigkeit gelegt. Die benötigten Feuchtigkeitsmengen sind nicht groß und können somit durch geeignete Anlagenführung kontrolliert werden. Gleichzeitig wurde auch die sichere Abführung der Feuchtigkeit erarbeitet. Das Gesamtkonzept ist so gestaltet, dass am Ende des Systems trockenes Produkt sichergestellt ist.

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Staubarme Förderung

Grundsätzlich erzeugt eine klassisch ausgelegte und betriebene pneumatische Förderung deutliche Abriebmengen, je nach gefördertem Produkt und Design der Förderanlage in Form von Staub oder Fäden. Dieser Staub akkumuliert in den Empfangsbehältern und Silos, und es bilden sich anhaftende Staubschichten. Abhängig von den Randbedingungen, also den Produkteigenschaften, der Einstellung der Förderung und dem Wartungszustand der Anlage, kann es durch aufgeschmolzenen Abrieb zu Belägen an der Innenseite der Rohrleitung kommen. Diese können sich dann spontan lösen und zu Verstopfungen oder mindestens Beeinträchtigungen führen. Alle Abriebformen müssen in klassischen pneumatischen Fördersystemen mit apparativem Aufwand entfernt werden. Der Abrieb ist für den Hersteller verloren und mindert die Produktionsmenge. Allzu oft muss das Produkt sogar noch in einem gesonderten Arbeitsschritt einer weiteren Sichtung unterzogen werden, bevor es in einer Extrusion oder anderen sensiblen Verarbeitungsanlagen eingesetzt werden kann.

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Zudem werden von Staubbildung betroffene pneumatische Förderanlagen üblicherweise regelmäßig gereinigt. Bei Chargen- oder Farbwechseln ist eine Reinigung unvermeidbar. Dies erfordert hohen Personalaufwand und reduziert die Verfügbarkeit der Gesamtanlage. Recht häufig wird mit Wasser gereinigt, was bedeutet, dass eine Zuführung sowie Ableitung installiert werden muss, sowie dass Wasserverbrauch und Abwasseraufkommen auftritt.

Dem gegenüber ermöglicht das neue Förderverfahren eine annähernd staubfreie Qualität. In den bisher realisierten Anlagen konnte die Entstehung von Staub in der Förderung um Werte zwischen 50 und 98 % reduziert werden. Das ermöglicht bei sensiblen Produkten eine zuverlässige, konstante, den Endverarbeiter dauerhaft befriedigende hohe Produktqualität.

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