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Grundlagenforschung Batterie

Status Quo der deutschen Batterieforschung

| Autor/ Redakteur: Benedikt Stahl / Matthias Back

Die Elektrochemiebranche investiert hohe Millionenbeträge in die Entwicklung leistungsfähiger Batterien für Elektromobilität und stationäre Anwendungen. Aber auch Bund und Länder haben die Notwendigkeit neuer Technologien für die angestrebte Energiewende erkannt. Unsere Übersicht gibt einen Einblick in die Landschaft deutscher Forschungseinrichtungen, die mit öffentlichen Mitteln gefördert werden.

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Die geplante Forschung zur Entwicklung effizienter stationärer Batteriesysteme ergänzt die bestehende Batterieforschung der TU München.
Die geplante Forschung zur Entwicklung effizienter stationärer Batteriesysteme ergänzt die bestehende Batterieforschung der TU München.
(Bild: TU München)

Würzburg – Der Batteriemarkt für Elektroautos und stationäre Energiespeicherlösungen ist nicht nur ein Milliardengeschäft. Auf dem Weg zur Energiewende werden Batterien einen wichtigen Teil zur Netzstabilität und Elektromobilität beitragen müssen. Damit sie dieser Aufgabe gewachsen sind, steht Industrie und Forschung noch eine Menge Arbeit bevor.

Neben Großkonzernen, die stetig Know-how kaufen, Joint-Ventures bilden, sich von Geschäftszweigen trennen und Forschungsinitiativen gründen, leisten auch Bund und Länder ihren Beitrag zur Ermöglichung der Energiewende. Wir haben die wichtigsten öffentlich geförderten Projekte für Sie zusammengestellt.

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Gemeinschaftslabor BELLA

Am KIT in Karlsruhe existiert bereits seit Oktober 2011 das Gemeinschaftslabor BELLA (Battery and Electrochemistry Laboratory). Das Institut für Nanotechnlogie des KIT arbeitet hier zusammen mit der BASF an verbesserten Materialien und Komponenten für bestehende und zukünftige Batteriegenerationen. Das KIT als Mitglied der staatlich geförderten Helmholtz-Gemeinschaft teilt sich die Finanzierung des Labors mit der BASF zu gleichen Teilen.

Forschungszentrum Jülich

Das Forschungszentrum Jülich koordiniert die Helmholtz-Energie-Allianz „Stationäre elektrochemische Speicher und Wandler“. In diesem Forschungsverbund aus Mitgliedern der Helmholtz-Gemeinschaft und Universitäten wird daran gearbeitet, das Konzept Lithium-Ionen-Batterie neu zu konzipieren und vor allem zu verbilligen. Aber auch an neuen Lösungen wie Metall-Luft-Batterien oder Hochtemperatur-Batterien wird geforscht. Diese versprechen zwar deutlich höhere Speicherkapazitäten, sind von der Marktreife aber noch weit entfernt.

Neben dem Forschungszentrum Jülich sind aus der Helmholtz-Gemeinschaft das Karlsruher Institut für Technologie und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt beteiligt. Partner unter den Hochschulen sind die Westfälische Wilhelms-Universität Münster, die Ruhr-Universität Bochum und die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen.

Für neue Analysegeräte hat das Bundesministerium für Forschung und Bildung kürzlich 6,5 Millonen Euro bereitgestellt.

ZSW Ulm

Am Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) in Ulm soll das Labor für Batterietechnologie (eLaB) weiter ausgebaut werden. Mit der Unterstützung von Bund, Land und in Kooperation mit dem Industrieverbund „Kompetenznetzwerks Lithium-Ionen Batterie“ (KLiB) soll eine Anlage entstehen, mit der die seriennahen Fertigungsprozesse der Lithium-Ionen-Batterien erforscht werden können. Der Ausbau wird vom Land Baden-Württemberg mit sechs Millionen Euro unterstützt.

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