VCI-Quartalszahlen

Start ins Krisenjahr 2009 auf niedrigem Niveau

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Beschäftigung stabil

Im ersten Quartal beschäftigte die deutsche Chemie 440 400 Mitarbeiter. Damit blieb die Zahl der Beschäftigten nahezu konstant. Die Unternehmen griffen verstärkt auf flexible Arbeitszeitinstrumente, wie beispielsweise den Abbau von Überstunden und Arbeitszeitkonten, zurück. Zudem reduzierten sie die Leiharbeit und führten Kurzarbeit ein.

Chemiemärkte weltweit betroffen

Die Weltwirtschaftskrise hat sich im ersten Quartal 2009 noch einmal verschärft. Auch die globale Chemienachfrage war im ersten Quartal weiter rückläufig. In Asien hat die Krise vor allem Japan und Südkorea erfasst, während China und Indien noch ein bescheidenes Wirtschaftswachstum verbuchen konnten. Die Industrieproduktion der Region war im ersten Quartal erneut rückläufig. Dementsprechend schwach entwickelte sich die Nachfrage nach Chemikalien. Zuletzt scheint sich jedoch in einigen Ländern der Region eine Bodenbildung abzuzeichnen. In den Vereinigten Staaten setzte sich der Abwärtstrend zu Jahresbeginn 2009 beschleunigt fort. Zwar stieg der private Konsum wieder leicht an und im Bausektor gab es erste Signale einer allmählichen Stabilisierung. Die Industrieproduktion war jedoch weiterhin stark rückläufig. Insbesondere in der für das Chemiegeschäft wichtigen Automobilindustrie hat sich die Lage weiter verschlechtert. Dementsprechend schwach entwickelte sich die Nachfrage nach Chemikalien.

In Lateinamerika, Russland und dem Nahen Osten nahmen die Einnahmen durch Rohstoffverkäufe weiter ab. Dies dämpfte die wirtschaftliche Entwicklung. In diesen Ländern lag die Industrieproduktion im ersten Quartal noch einmal niedriger als in den vorangegangenen drei Monaten. In Russland brach die Industrieproduktion regelrecht ein. Die Chemikalienbestellungen gingen weiter zurück.

Auch die Europäische Union, der mit Abstand wichtigste Markt für die deutsche Chemieindustrie, konnte sich der weltweiten Rezession nicht entziehen. Das Bruttoinlandsprodukt ging im ersten Quartal 2009 deutlich zurück. Die Industrieproduktion setzte ihre Talfahrt fort. Entsprechend schwach entwickelte sich die Nachfrage nach Chemikalien.

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