VCI-Quartalszahlen

Start ins Krisenjahr 2009 auf niedrigem Niveau

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Erzeugerpreise vom Ölpreis beeinflusst

Das Preisniveau für chemische Produkte lag von Januar bis März 2,8 Prozent unter dem Wert des Vorquartales. Damit kosteten Chemikalien genauso viel wie ein Jahr zuvor. Die Preise für organische Grundstoffe lagen deutlich unter dem Vorjahresniveau. Sinkende Rohölpreise und die schwache Nachfrage verstärkten den Abwärtstrend der Erzeugerpreise, der sich bereits im letzten Quartal 2008 angedeutet hatte. Ein Barrel Rohöl der Nordseesorte Brent kostete im ersten Quartal 2009 durchschnittlich rund 45 Dollar. Dies entsprach gegenüber dem Vorquartal einem Rückgang von fast 20 Prozent. Auch die Preise für die wichtigsten Mineralölprodukte gaben weiter nach. Für Naphtha, den wichtigsten Rohstoff der chemischen Industrie, musste im ersten Quartal 2009 durchschnittlich 293 Euro je Tonne bezahlt werden – ein Preisrückgang um fast 12 Prozent gegenüber Vorquartal. Auch die Kontraktpreise für die wichtigsten Primärchemikalien gaben im ersten Quartal 2009 deutlich nach. Seit März hat der Ölpreis an den internationalen Rohstoffbörsen jedoch leicht zugelegt. Auch die Naphthapreise stiegen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass auch die Kontraktpreise für die wichtigsten Primärchemikalien im April und Mai wieder gestiegen sind.

Auslandsgeschäfts stärker betroffen als Inland

Im ersten Quartal 2009 erwirtschafteten die Unternehmen einen Umsatz von 34,5 Milliarden Euro. Das waren saisonbereinigt 8 Prozent weniger als in den vorangegangenen drei Monaten. Sowohl der Inlands- als auch der Auslandsumsatz entwickelten sich negativ. Das Auslandsgeschäft war jedoch stärker betroffen. Europa bleibt der mit Abstand wichtigste ausländische Absatzmarkt für die deutsche Chemieindustrie. Die Ausfuhren in die USA sanken um 15 Prozent. Die Pharmaexporte federten dabei den Rückgang etwas ab. Pharmazeutika machen rund die Hälfte der deutschen Chemieexporte in die Vereinigten Staaten aus und sind auch in der Krise gefragt. Die Chemieexporte nach Lateinamerika sanken im ersten Quartal um rund 10 Prozent. Dort ist die Industrieproduktion weniger stark eingebrochen als in den Industrieländern. Bei den Ausfuhren nach Asien kam es in den ersten drei Monaten 2009 zu deutlichen Rückgängen. Die Exporte nach Ostasien brachen um 30 Prozent ein. Die Nachfrage nach deutschen Chemikalien sank dort rapide. Rückläufig waren auch die Exporte nach Japan, wenngleich sich auch hier der hohe Pharmaanteil stabilisierend auswirkte.

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