Effizienteres Engineering

Starke Typen mit erweiterten Funktionen

Seite: 2/3

Anbieter zum Thema

Eine andere Möglichkeit, CMTs zu erzeugen, besteht in der Verwendung eines existierenden Editors, über den sich Funktionen projektieren und Zuordnungen zu Attributen bzw. Bausteinen für die Automatisierungsaufgabe vornehmen lassen. Dieser Editor fügt sich in das bekannte Simatic PCS 7-Engineeringumfeld ein und bietet für Anwender eine intuitive Handhabung.

Optionen machen Engineering effizienter

Eine wesentliche Neuerung ist die Variantenbildung von CMTs. Diese werden durch entsprechende Kennzeichnung von Bausteinen im Editor gebildet. Beim Anlegen einer Instanz kann der Anwender dann eine Option wählen. Mithilfe von Optionen wird die Kernfunktion eines CMTs um spezifische optionale Aufgaben erweitert. So kann einem Antrieb beispielsweise ein Einschaltintervall oder ein optionaler Trockenlaufschutz zugeordnet werden. Ein Ventiltyp kann die verschieden Optionen der Rückmeldungen und Ansteuerungen beinhalten, oder zusätzliche Varianten für den Automatik- und Vor-Ort-Betrieb. Das erweitert die Funktionalität der CMTs und erlaubt eine exakte Anpassung an die jeweilige Automatisierungsaufgabe.

Legt der Anwender bei der PLT-Projektierung eine Instanz des CMTs an, muss er sich somit für eine der hinterlegten Optionen entscheiden. Während solche spezifischen Zusatzfunktionen sonst durch manuelle Erweiterung einer Messstelle projektiert wurden, geschieht dies bei Anlage eines CMTs durch einfaches Auswählen der entsprechenden Option. Dies stellt einen wesentlichen Unterschied zu den meisten Wettbewerbssystemen dar, die oftmals einen proprietären Ansatz verfolgen.

Darüber hinaus gehen diese aufgabenspezifischen Erweiterungen beim Abgleich zwischen Typ und Instanz nicht verloren. Die Verwendung der CMT-Technologie erlaubt es Anwendern, auch selektiv abzugleichen. Nachträgliche Anpassungen oder Modifikationen an einem bestehenden und bereits abgeleiteten CMT, können somit an alle instanziierten Automatisierungsaufgaben weitergegeben und bekannt gemacht werden. Damit entfällt das manuelle Nacharbeiten, denn es gehen keine Informationen auf der Instanzseite verloren. Hiermit wird u.a. das effizientere Engineering über alle Automatisierungsaufgaben in einer Produktionsanlage deutlich. Mehr Standardisierung im Engineering und individuelle Freiheitsgrade für das PLT-Personal des Anlagenbetreibers stehen somit nicht mehr zwangsläufig im Widerspruch zueinander.

(ID:43305457)