Effizienteres Engineering Starke Typen mit erweiterten Funktionen

Autor / Redakteur: Maik Friedrich* / Wolfgang Ernhofer

Nicht selten kommt es beim so genannten Factory Acceptance Test (FAT) zu Erweiterungen und Anpassungen, die Zeit und Geld kosten. Jetzt bildet ein neues Typenkonzept für die Anlagenbetreiber und Anlagenbauer die Grundlage für noch effizienteres Engineering, mehr Standardisierung und Sicherheit.

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Beim Factory Acceptance Test (FAT) trifft die planerische Arbeit der Software-Ingenieure auf den simulierten Anlagenbetrieb. Hier müssen sich die Programmcodes aus dem Software-Engineering an der echten Automatisierungsaufgabe beweisen: Verfahrenstechniker, Planer, Anlagenbetreiber und Automatisierungsingenieure testen die Automatisierungsaufgaben für den realen Anlagenbetrieb.
Beim Factory Acceptance Test (FAT) trifft die planerische Arbeit der Software-Ingenieure auf den simulierten Anlagenbetrieb. Hier müssen sich die Programmcodes aus dem Software-Engineering an der echten Automatisierungsaufgabe beweisen: Verfahrenstechniker, Planer, Anlagenbetreiber und Automatisierungsingenieure testen die Automatisierungsaufgaben für den realen Anlagenbetrieb.
(Bild: Siemens)

Mit dem Schritt von der Planung zum Betrieb einer Anlage werden Daten von Planungswerkzeugen an andere Systeme wie beispielsweise Automatisierungssysteme weitergegeben. Mit dem Ansatz des integrierten Engineerings hat Siemens in den letzten Jahren einen Hebel für effizientere Projektierungsworkflows geschaffen. Das Zusammenrücken von Anlagenplanungssystem und Automatisierungs- bzw. Prozessleitsystem ist Teil dieses Konzepts, das statt auf proprietäre Systeme auf Standardisierung und Schnittstellenreduktion setzt.

Anlagenplaner, Betreiber, Verfahrens -und Automatisierungsingenieure sprechen nun eine Sprache und können sich dank dieses neuen Engineering-Ansatzes auf einer gemeinsamen Basis austauschen. Das spart Zeit, vereinfacht das Engineering und senkt so die damit verbundenen Kosten.

Die Modularisierung von sich wiederholenden Funktionen oder Funktionseinheiten durch Typen, aus denen beliebig viele Messstellen durch Ableiten erzeugt werden, ist ein Ansatz für zügiges Umsetzen wiederkehrender Automatisierungsaufgaben. Dank des Typ-Instanz-Konzepts wirken sich zentrale Änderungen am Typ auch auf die Instanzen (Ableitungen) aus. Dies kann im Projekt übergreifend erfolgen, an einer zentralen Stelle im Simatic PCS 7-Engineering.

Das neue Typenkonzept

Mit Einführung von Version 8.0 des Prozessleitsystems Simatic PCS 7 hat Siemens das Konzept der Einzelsteuereinheiten und deren neuer Typen mit erweiterter Funktion eingeführt und stellt diese nun den Anlagenbetreibern zur Verfügung. Diese auch als Control Module Types (CMTs) bezeichneten Einheiten sind Automatisierungsaufgaben, die unterlagerte Bausteine, Parameter, Meldungen oder Signale enthalten können und Funktionen wie beispielsweise Messwerteinrichtung, Regelfunktionen, Ventil- oder Antriebsfunktionen usw. aus leittechnischer Sicht mit deren Sensoriken zusammenfassen.

Das neue Typenkonzept beinhaltet ebenfalls die Ableitung, d.h. aus einer Automatisierungsaufgabe lassen sich beliebig viele Instanzen erzeugen. Das neue Konzept löst jedoch die bisherigen bekannten Messstellentypen nicht ab, die Technologie der CMTs stellt eine Weiterentwicklung dar. Vorhandene Messstellentypen können automatisiert in CMTs umgewandelt werden. Die Konvertierung wird durch einen Umsetzungs-Wizard unterstützt.

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