Universal-Dichtscheibe für Gleitschieberventile Stabilität bei niedrigen Stellkräften

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Die bisher verfügbaren Werkstoffe für die bewegliche Dichtscheibe eines Gleitschieberventils auf Kohlenstoffbasis oder aus Edelstahl mit einer Hartlegierung auf Kobalt-Chrom-Basis (Stellite) werden jetzt durch eine diamantartige Beschichtung, dem SFC (Slide Friction Coating), ergänzt.

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Neue Universal-Dichtscheibe für Gleitschieberventile.
Neue Universal-Dichtscheibe für Gleitschieberventile.
(Bild: Christian Bucher / Schubert & Salzer)

Das SFC wird auf eine Edelstahldichtscheibe aufgebracht und vereint somit die Stabilität des Edelstahlgrundkörpers mit den geringen Reibungskoeffizienten des Kohlenstoffs und der Robustheit des diamantartigen Beschichtungsgefüges.

Die beschichteten, beweglichen Dichtscheiben können hohen Differenzdrücken standhalten, wobei gleichzeitig die Antriebskräfte für die Bewegung der Dichtscheiben niedrig bleiben. Dies macht kleinere, also deutlich kostengünstigere Ventilantriebe möglich. Eine Unempfindlichkeit gegen Druckschläge, Betrieb in Schließpunktnähe mit verbesserter Kantenstabilität und die relativ niedrige Leckrate runden laut Schubert & Salzer Control Systems die Vorteile dieser Dichtscheibenbeschichtung ab.

Die Beschichtung verbessert aber nicht nur die Reibeigenschaften des Grundkörpers, sondern bildet zusätzlich eine umschließende harte Schicht um das Grundmaterial und schützt dieses vor chemischen und mechanischen Angriffen durch das Medium oder Verunreinigungen. Die Dichtscheibe ist für Mediumtemperaturen von –60 °C bis 300 °C einsetzbar.

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