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Branchenbarometer: Papiersäcke

Stabile Geschäftslage bei der deutschen Papiersackindustrie

| Redakteur: Gabriele Ilg

Die deutsche Papiersackindustrie schloss das vergangene Geschäftsjahr nahezu auf Vorjahresniveau ab. Mit dieser stabilen Entwicklung zeigt sie sich sehr zufrieden und blickt mit ähnlichen Erwartungen in das laufende Geschäftsjahr. Das geht aus dem aktuellen Branchenbarometer der Gemeinschaft Papiersackindustrie (Gempsi) hervor.

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Lernen Sie mehr über Trends, Entwicklungen und Stimmungen in der deutschen Papiersackindustrie.
Lernen Sie mehr über Trends, Entwicklungen und Stimmungen in der deutschen Papiersackindustrie.
(Bild: Gempsi)

Wiesbaden – Der Bericht informiert über Trends, Entwicklungen und Stimmungen in der Branche und wagt einen Blick in die Zukunft. Im Mittelpunkt der diesjährigen Ausgabe steht der Papiersackmarkt für Chemikalien. 0,2 % mehr Papiersäcke lieferte die deutsche Papiersackindustrie im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2017 aus. Der stärkste Zuwachs entfiel mit 8,8 % mehr ausgelieferten Papiersäcken auf das Saatgut-Segment. Ebenso ergab sich ein Plus bei den Baustoffen (ohne Zement, +1,4 %), bei den Nahrungsmitteln (ausgenommen Milchpulver, +1,3 %) sowie bei „Diverses“ (+0,3 %).

Nach Ansicht der Gempsi-Mitglieder haben sich in erster Linie die gute Konjunktur der Pulverhersteller und die damit verbundene steigende Nachfrage nach Papiersäcken sowie die hohe Qualität ihrer Verpackungslösungen positiv auf ihre Auftrags- und Geschäftslage ausgewirkt.

Hohe Qualitätsanforderungen im Chemikalienmarkt

Mit einem Anteil von 18 % des deutschen Absatzmarkts nimmt der Chemikalienmarkt für die Gempsi-Mitglieder einen großen Stellenwert ein. Im vergangenen Jahr verzeichnete die deutsche Papiersackindustrie ein leichtes Minus von 0,8 % weniger ausgelieferter Papiersäcke in diesem Segment.

Es zeichnet sich nach Angaben der Gempsi-Mitglieder durch teure Füllgüter und hohe Anforderungen der Kunden an die Qualität der Verpackung aus, insbesondere was Staubfreiheit, Feuchtigkeitsschutz, Lagerdauer sowie Effizienz bei der Abfüllung angeht. Mit Optimierungen in diesen Bereichen wollen sie ihre Marktposition im Chemikaliensegment künftig weiter stärken und zudem die gesamte Lieferkette eines Kunden bei der Verpackungskonstruktion noch intensiver berücksichtigen.

Trends im Chemikaliensegment

Optimierungen der Papierqualität haben in den letzten Jahren zu Reduzierungen der verwendeten Grammaturen im Chemikalienmarkt geführt. Auch Einsparungen anderer Materialien standen im Trend. Diese Maßnahmen wirken sich bei gleichbleibend hohem Produktschutz positiv auf Kosten und Umwelt aus. Den allgemeinen Trend im Papiersackmarkt zu manipulationssicheren Verpackungen und einer hohen Staubdichtigkeit mithilfe von Ventilsäcken und ultraschallverschweißbaren Ventilen beobachtetet man auch bei der Verpackung von Chemikalien.

In den nächsten fünf bis zehn Jahren erwarten die Gempsi-Mitglieder noch höhere Anforderungen an die Qualität und Leistungsfähigkeit von Papiersäcken für Chemikalien, da Produkte durch die zunehmende Globalisierung künftig weltweit ausgeliefert werden und damit schwierigeren Transportbedingungen standhalten müssen. „Mit unserer Innovationsbereitschaft und unserer Expertise fühlen wir uns bestens gewappnet, den steigenden Erwartungen unserer Kunden kompetent zu begegnen“, so Gempsi-Vorsitzender Alfred Rockenfeller.

Die Zusammenstellung der Inhalte des Branchenbarometers erfolgte mithilfe eines Fragebogens und durch Desk-Research anhand relevanter Publikationen Dritter. Das gesamte Branchenbarometer steht zum Download bereit unter:

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