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Drucklufttechnik

Spürbar reduzierter Energieeinsatz dank neuester Drucklufttechnik

| Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Erwin Ruppelt, Dipl. Betriebswirtin Daniela Koehler / Wolfgang Geisler

Flexible, Kompressor-interne Steuerungen

Ein weiterer wichtiger Effizienzbaustein ist die interne Steuerung des Kompressors. Systeme auf Industrie-PC-Basis ermöglichen es heute, mit bis zu fünf programmierten Steuerungsvarianten zu arbeiten und damit die Förderleistung des Kompressors genau dem Druckluftverbrauch anpassen zu können.

Zusätzlich können diese neuen Steuerungen, z.B. die Sigma-Control 2, noch weitere Nutzungsmöglichkeiten bieten: Variable Schnittstellen und erstmals auch steckbare Kommunikationsmodule erhöhen die Flexibilität beim Anbinden an maschinenübergreifende Druckluft-Managementsysteme, an Computernetzwerke und/oder an Ferndiagnose- und Fernüberwachungssysteme wie den Teleservice.

Auf den richtigen Trockner kommt es an

Auch die Druckluftaufbereitung übt großen Einfluss auf die Energieeffizienz der Druckluftversorgung aus. Dies gilt besonders für die Trocknung. Bei dem aufgrund seiner Wirtschaftlichkeit am weitesten verbreiteten Verfahren, der Kältetrocknung (für Drucktaupunkte bis 3 °C), hat es in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gegeben. Hier haben Kältetrockner mit effizienten Aussetzregelungen und optimierter Anpassungsfähigkeit an den tatsächlichen Druckluftverbrauch sowie der Einsatz neuer Kältemittel zu deutlichen Energieeinsparungen im Vergleich zur herkömmlichen Heißgas-Bypass-Regelung geführt.

Wird Druckluft der Qualitätsklasse drei und zwei benötigt, stehen Kombinationstrockner, wie der Hybritec zur Verfügung. Dieser verbindet einen klassischen, energieeffizienten Kältetrockner mit einem modernen, warmregenerierten Adsorbtionstrockner. Mit einem solchen System lassen sich Drucktaupunkte bis –40 °C energieeffizient erreichen.

Zuerst entfeuchtet ein Kältetrockner die Druckluft zu rund 90 % auf einen Drucktaupunkt von bis zu 3 °C, und erst danach kommt der Adsorbtionstrockner zum Einsatz. Somit muss dieser nur noch rund 10 % der ursprünglichen Feuchte aus der Luft entfernen. Damit wird das Trocknungsmittel viel schonender eingesetzt als bei herkömmlichen Trocknern, da der Trocknungsprozess auf einem wesentlich niedrigeren Temperaturniveau ablaufen kann. Das resultiert zum einen in einer schnelleren Regeneration des Trocknungsmittels und zum anderen in einem wesentlich geringerem Energieaufwand. Herkömmliche Adsorbtionstrockner brauchen mehr als drei Mal so viel Energie. Der Einsatz lohnt sich schon ab einer Drucklufterzeugung von 10 m³/min.

Ergänzendes zum Thema
 
Effizienzsteigerung im (Werks-)Netz

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