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Aufbau von Wasserstoff-Infrastruktur Erste Wasserstofftankstelle für Passagierzüge in Hessen entsteht im Industriepark Höchst

Redakteur: MA Alexander Stark

Im Industriepark Höchst wird die erste Wasserstofftankstelle für Passagierzüge in Hessen errichtet. Im Rahmen des Projekts Taunusnetz sollen ab 2022 schadstofffreie Brennstoffzellen-Züge die alten Dieselfahrzeuge ablösen.

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Infraserv-Geschäftsführer Dr. Joachim Kreysing, Dr. Jörg Nikutta, Geschäftsführer Alstom Deutschland und Österreich, RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat und Staatssekretär Jens Deutschendorf (von links) nahmen gemeinsam den ersten Spatenstich für den Bau der Wasserstoff-Tankstelle im Industriepark Höchst vor.
Infraserv-Geschäftsführer Dr. Joachim Kreysing, Dr. Jörg Nikutta, Geschäftsführer Alstom Deutschland und Österreich, RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat und Staatssekretär Jens Deutschendorf (von links) nahmen gemeinsam den ersten Spatenstich für den Bau der Wasserstoff-Tankstelle im Industriepark Höchst vor.
(Bild: Maik Reuß/ Infraserv Höchst)

Frankfurt am Main – Wenn ein Staatssekretär des hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen beim Bau einer Tankstelle persönlich Hand anlegt, dann muss es sich um ein Projekt der besonderen Art handeln. Tatsächlich ist die Tankstelle, die in den nächsten Monaten im Industriepark Höchst entstehen wird, alles andere als gewöhnlich: Es handelt sich um die erste Wasserstoff-Tankstelle für Passagierzüge in Hessen, an der ab Dezember 2022 die mit 27 Fahrzeugen weltweit größte Brennstoffzellenzug-Flotte im Personenverkehr mit Wasserstoff versorgt werden soll. Den Startschuss für dieses Projekt hat Staatssekretär Jens Deutschendorf am 26. Oktober, gemeinsam mit RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat, Dr. Jörg Nikutta, Geschäftsführer Alstom Deutschland und Österreich sowie Dr. Joachim Kreysing, Geschäftsführer der Industriepark-Betreibergesellschaft Infraserv Höchst gegeben. Alstom liefert die Brennstoffzellenzüge, die der RMV einsetzen wird, die Industriepark-Betreibergesellschaft Infraserv Höchst errichtet und betreibt die Tankstelle. Das Gesamtauftragsvolumen beträgt 500 Millionen Euro.

Die Alstom-Brennstoffzellenzüge des Typs „Coradia iLint“, die dank einer Reichweite von bis zu 1000 Kilometern einen ganzen Tag lang im Netz des RMV fahren können, werden die mit Diesel betriebenen Loks auf den Linien (RB 11 Frankfurt-Höchst – Bad Soden), RB12 (Frankfurt-Königstein), RB15 (Frankfurt – Bad Homburg – Brandoberndorf) und RB16 (Friedrichsdorf – Friedberg) ersetzen. Der weltweit erste Personenzug, der mit einer Wasserstoff-Brennstoffzelle betrieben wird, fährt komplett emissionsfrei, ist geräuscharm und gibt nur Wasserdampf und Kondenswasser ab.

In Sachen Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie ist Infraserv Höchst, die Betreibergesellschaft des 4,6 Quadratkilometer großen Industrieparks Höchst, schon seit vielen Jahren aktiv. So wurde bereits 2006 am Industriepark die erste Wasserstoff-Tankstelle für Pkw in Betrieb genommen.

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