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Life+ Glee Projekt Solvay will nachhaltige Technologie für Li-ion-Akkus zur Marktreife bringen

| Redakteur: Tobias Hüser

Solvay startet das auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Life+ Glee Projekt. Für eine alternative Technologie zur Fertigung von Li-ion-Akkumaterialien wollen die Projektbeteiligten die Substitution organischer Lösemittel durch Wasser im Fertigungsprozess von wieder aufladbaren Batterien zur Marktreife bringen.

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Solvay hat den erfolgreichen Abschluss seines Life+ Glee Projekts bekanntgegeben.
Solvay hat den erfolgreichen Abschluss seines Life+ Glee Projekts bekanntgegeben.
(Bild: Solvay Foto-Bibliothek)

Bollate/Italien – Da Kathodenmaterialien normalerweise wasserempfindlich sind, kommen bei den etablierten Fertigungsverfahren für Li-ion-Akkus organische Lösemittel zum Einsatz. Nach den Reach 1- und CLP2-Verordnungen sind die meisten dieser Lösemittel aufgrund ihrer karzinogenen, mutagenen oder reproduktionstoxischen (CMR) Auswirkungen als „besonders besorgniserregende Stoffe“ (SVHC) eingestuft. Die Reach-Verordnung der Europäischen Union empfiehlt die sukzessive Substitution dieser Lösemittel.

Für das Life+ Glee Projekt hat Solvay Specialty Polymers eine Pilotanlage zur Entwicklung einer Kathodenschutztechnologie gebaut, die das aktive Material während der Fertigung vor dem Kontakt mit Wasser schützt. Diese Technologie birgt keinerlei toxische Risiken und reduziert die mit der Rückgewinnung und Nachreinigung des Lösemittels verbundenen Fertigungskosten.

Die Pilotanlage am Sitz des Forschungs- und Innovationszentrums von Solvay Specialty Polymers im italienischen Bollate produziert das neue Li-ion-Akkumaterial bereits seit Anfang 2015. „Labortests haben die Vorteile dieses neuen lösemittelfreien und „grünen“ Fertigungsverfahrens für Lithium-Ionen-Batterien bestätigt“, sagt Francesco Triulzi, Alternative Energy Open Innovation Manager bei Solvay Specialty Polymers. „Wir sind nun bereit für Großversuche mit Akkus.“ Das Projekt wurde teilweise mit Mitteln des EU-Förderprogramms Life finanziert.

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