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Elektrostatischen Aufladung

So setzten Sie Spezialsiebmaschine für Kunststoffgranulate richtig ein

| Autor / Redakteur: Christian Wernicke / Sabine Mühlenkamp

Ein Kugelabreinigungssystem sorgt bei allen Siebeinlegern für ein durchlässiges Siebgewebe und dadurch für längere Laufzeiten.
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Ein Kugelabreinigungssystem sorgt bei allen Siebeinlegern für ein durchlässiges Siebgewebe und dadurch für längere Laufzeiten. (Bild: J. Engelsmann)

Das Phänomen der elektrostatischen Aufladung, das insbesondere bei pulver- oder granulatförmigen Kunststoffen auftritt, bringt beim Sieben immer wieder Probleme mit sich. Sollen beispielsweise Staubpartikel von Granulatkörnern abgetrennt werden, bleiben diese in den meisten Fällen durch die elektrostatische Aufladung an den Körnchen haften. Eine Lösung können Langhub-Siebmaschinen sein, wie der Einsatz bei einem führenden PMMA-Hersteller zeigt.

Ein wesentlicher Grund für den Erfolg von Kunststoffen ist, dass sich ihre Eigenschaften durch die Auswahl des Ausgangsmaterials und des Herstellungsverfahrens vielfältig variieren lassen, was sie für den Einsatz in vielen Anwendungsbereichen prädestiniert. PMMA beispielsweise ist ein synthetischer Kunststoff, der durch seine Transparenz oft als Acrylglas insbesondere im optischen Bereich eingesetzt wird.

Bevor das PMMA lieferbereit für die verarbeitende Industrie vorliegt, werden in einem speziellen Siebverfahren an das Zylindergranulat anhaftende Staubartikel, Agglomerate und Überlängen ausgesiebt, um die gewünschte Korngröße bzw. Qualität des Granulats zu erzielen. Die Eigenschaften von Kunststoffen in Primärform erschweren jedoch die Siebaufgabe und stellen höchste Ansprüche an den Maschineneinsatz. Das Phänomen der elektrostatischen Aufladung, das insbesondere bei pulver- oder granulatförmigen Kunststoffen auftritt, bringt beim Sieben immer wieder Probleme mit sich. Sollen z.B. Staubpartikel von den Granulatkörnern abgetrennt werden, bleiben diese in den meisten Fällen durch die elektrostatische Aufladung an den Körnchen haften. Des Weiteren ist ein besonders produktschonender Siebprozess bei minimalem Abrieb der Granulatkörner zu gewährleisten, um eine hohe Qualität der Gut- sprich Verkaufsware sicherzustellen.

Vor diesem Problem stand auch ein führender PMMA-Hersteller, der Acrylglas an die verarbeitende Industrie liefert. Bisher setzte er in allen Produktionsstraßen, die verschiedene Arten von PMMA herstellen, Vibrationssiebmaschinen zur Abtrennung von Überlängen, Mehrlingen (aneinanderhängende oder aneinanderklebende Granulatpartikel) und Staub ein. Nachteile, der in die Jahre gekommenen Vibrationssiebe waren jedoch der geringe Aussiebegrad und die unzureichende Durchsatzleistung im Vergleich zu aktuellen Modellen. Auch der Energieverbrauch lag bei den eingesetzten Maschinen höher als bei herkömmlichen Siebmaschinen.

Des Weiteren gab es immer wieder Probleme mit am Produkt anhaftenden Staubpartikeln durch die elektrostatische Aufladung des Granulats. Aufgrund dessen entschied man sich, die Vibrationssiebmaschine einer Produktionsstraße mit einer neuen Maschine zu ersetzen. Die neue Siebtechnik sollte einen höchstmöglichen Aussiebegrad sprich Trennschärfe sowie einen produktschonenden Siebvorgang garantieren, um eine lupenreine Qualität der Verkaufsware sicherzustellen. Zudem sollte das Problem der elektrostatischen Aufladung verlässlich gelöst, der bisherige Energieverbrauch merklich reduziert und die neue Maschine ohne Umbau der bauseitig vorhandenen Produktzuführungen und -abführungen in die bestehende Anlage integriert werden können.

Dank der umfangreichen Erfahrungen mit komplexen Siebaufgaben wusste man beim Ludwigshafener Siebtechnik-Spezialisten J. Engelsmann um die Problematik beim Sieben von Kunststoffen. Nach einem ersten Kontakt mit Feststellung der Aufgabenstellung und des genauen Bedarfs wurden mit Einsatz des Originalprodukts ausgiebige Tests mit mehrtägigen Versuchsreihen durchgeführt und dabei unterschiedliche Siebmaschinentypen aus dem Engelsmann-Portfolio auf die bestehenden Anforderungen geprüft. Die Versuche im Engelsmann-Technikum wurden teilweise im Beisein des Auftraggebers durchgeführt, sodass dieser mit in den Entscheidungsprozess bei der Auswahl des passenden Maschinentyps eingebunden war. Hierbei erzielte die Langhubsiebmaschine des Typs Jel-Freischwinger die besten Siebergebnisse, die vom Kunden im firmeneigenen Labor analysiert wurden. Die Technikumsversuche brachten somit nicht nur wichtige Erkenntnisse für die passende Maschinenlösung, sondern er brachte auch die Sicherheit für alle Beteiligten, dass diese auch im späteren Echtbetrieb unter den gegebenen Bedingungen einwandfrei funktioniert.

100 % Aussiebegrad bei schonendem Siebvorgang

Die Langhubsiebmaschine der Typenreihe Freischwinger wurde von Engelsmann speziell für das Sieben von rieselfähigen Schüttgütern konzipiert. Wegen seiner hohen Durchsatzleistung von bis zu 250 t/h und dem besonders produktschonenden Siebvorgang mit einem trennscharfen Aussiebegrad wird das Freischwinger-Modell in allen Bereichen der Produktion eingesetzt.

Ergänzendes zum Thema
 
Hintergrund: PMMA

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