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Track and Trace

So schützen Sie ihre Lieferkette

| Autor / Redakteur: Dirk Bettels* / Anke Geipel-Kern

Sicher beschirmt: XS2 MV TE von Mettler-Toledo integriert auf einer Gesamtlänge von nur zwei Metern die nötigen Komponenten zur Track & Trace-Serialisierung sowie zur Tamper Evidence-Versiegelung.
Sicher beschirmt: XS2 MV TE von Mettler-Toledo integriert auf einer Gesamtlänge von nur zwei Metern die nötigen Komponenten zur Track & Trace-Serialisierung sowie zur Tamper Evidence-Versiegelung. (Bild: Mettler Toledo; © pixelrobot - Fotolia)

Internationale Lieferketten lückenlos absichern – ein neues Komplettsystem vereint alle dafür nötigen Komponenten – Serialisierung, Tamper Evidence und Kontrollwage – auf kleinstem Raum. Davon profitieren vor allem international agierende Medikamentenproduzenten.

Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO sind heutzutage rund zehn Prozent aller verkauften Medikamente gefälscht. Schlimmer noch stellt sich die Situation bei online vertriebenen Arzneimitteln dar, hier liegt der Fälschungsanteil bei über 60 Prozent. Eine Ursache für die florierende Produktpiraterie ist in den dezentralen Herstellungsprozessen unserer globalisierten Welt zu finden.

Medikamente werden oft an weit voneinander entfernten Produktionsstätten gefertigt und legen tausende Kilometer zurück, bevor sie den Patienten erreichen. Produktfälscher nutzen den langen Transportweg, um sich Zugang zu den Arzneimitteln zu verschaffen und die enthaltenen Erzeugnisse gegen täuschend echte, aber wirkungslose Falsifikate auszutauschen. Eine Praxis, die sowohl die Patientengesundheit als auch den Markenruf des Herstellers gefährdet.

Track & Trace und Tamper Evidence

Das Thema Fälschungssicherung ist gerade für global agierende Anbieter eine komplexe Angelegenheit: Sie stehen vor der Herausforderung, einen Lösungsansatz zu finden, der den unterschiedlichen gesetzlichen Normen der verschiedenen Absatzmärkte gerecht wird. Als ideale Möglichkeit zur Absicherung internationaler Pharmalieferketten haben sich ein lückenloses Track & Trace durch die Vergabe individueller Seriennummern im Zusammenspiel mit Tamper-Evidence-Maßnahmen zur manipulationssicheren Produktversiegelung erwiesen.

Bei der Implementierung der beiden Schutzmaßnahmen sollten insbesondere Pharmahersteller, die in ihren Produktionsstätten über begrenzte räumliche Möglichkeiten verfügen, die Anschaffung eines integrierten Komplettsystems in Betracht ziehen. So vereint etwa die All-in-One-Lösung XS2 MV TE von Mettler-Toledo die nötigen Komponenten zur Track & Trace-Serialisierung sowie zur Tamper Evidence-Versiegelung und integriert zudem eine dynamische Kontrollwaage zur Überprüfung der Verpackungsvollständigkeit – und das auf einer Gesamtlänge von nur zwei Metern.

Im Praxiseinsatz ist das System in der Lage, hohe Produktdurchsätze zu erzielen. Dabei versieht ein branchenführendes Inkjet-Beschriftungssystem im ersten Schritt jede Pharmaverpackung per Aufdruck mit einer individuellen Seriennummer. Anschließend verifiziert eine Smartkamera Barcode und Nummer, indem sie die Ist-Daten mit den im System hinterlegten Soll-Werten abgleicht.

Das nachfolgende Versiegelungsmodul sichert die Laschen der Faltschachteln mithilfe eines transparenten Siegels. Jeder Öffnungsversuch führt entweder zu einem irreversiblen Siegelbruch oder hinterlässt anderweitige, deutlich sichtbare Spuren. Diese Tamper Evident Versiegelung – auch Originalitätsverschluss genannt – schützt den Konsumenten vor Produktfälschungen und gleichzeitig auch den Markenruf des Pharmaunternehmens.

Dynamische Kontrollwaage überprüft Vollständigkeit

Die integrierte dynamische Waage kontrolliert mit hoher Genauigkeit das Gewicht der Verpackung und damit automatisch auch die Vollständigkeit des Inhalts. Als marktführendes Modell wird die Wägelösung allen Anforderungen moderner Pharmaproduktionslinien gerecht. Nach dem Wägen überprüfen verschiedene Sensoren und Gegenkontrollen u.a. die Position der Verpackung auf dem Laufband und stellen sicher, dass auch nachgelagerte Anlagen reibungslos und unterbrechungsfrei arbeiten können – die größtmögliche Verfügbarkeit der kompletten Produktionslinie wird somit gewährleistet. Fehlprodukte werden abschließend von drei integrierten Ausschleusmechanismen aussortiert.

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