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Feuchtemessung So regeln Sie den Trocknungsprozess optimal

| Redakteur: Sabine Mühlenkamp

Die Ermittlung der Kornfeuchte hat erhebliche Bedeutung für Saatgutbetriebe, besonders bei der Einlagerung. Ein intelligentes und vernetztes Feuchtemesssystem überwacht direkt den Materialfluss. Mit diesen Werten lässt sich dann der Trocknungsprozess optimal regeln.

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Die Feuchtemessung Litronic FMS wird bei Nutzern von Riela-Siloanlagen (hier im Bild bei Hölscher in Schapen) beispielsweise für die Steuerung der Maistrocknung eingesetzt.
Die Feuchtemessung Litronic FMS wird bei Nutzern von Riela-Siloanlagen (hier im Bild bei Hölscher in Schapen) beispielsweise für die Steuerung der Maistrocknung eingesetzt.
(Bild: Liebherr)

Seit 30 Jahren entwickelt, produziert und vertreibt Liebherr weltweit effiziente Feuchte- und Wassergehaltsmesssysteme für die industrielle Automation. Wurden anfangs die Feuchtemesssysteme nur für die eigenen Betonmischanlagen verwendet, um die Sandfeuchte im Prozess zu ermitteln, eroberte sich die Sensorik rasch ihren Platz in anderen Industriebereichen – von der Automobilzuliefer-, Baustoff-, Papier-, Nahrungsmittelindustrie über den landwirtschaftlichen Bereich bis hin zu chemischen und petrochemischen Anwendungen.

Besonders erfolgreich ist das System Litronic-FMS, ein System zur Bestimmung der Feuchte in Schüttgütern und Materialien unterschiedlichster Industriebereiche, dazu gehört auch die Anwendung bei Getreide und Mais. Selbst bei extremen äußeren Bedingungen sind hohe Zuverlässigkeit und eine lange Lebensdauer garantiert. Die Messung wird u.a. im landwirtschaftlichen Bereich in Getreide- und Maistrocknungsanlagen eingesetzt. Hier ist die exakte Ermittlung der Kornfeuchte besonders wichtig für die Einlagerung des Erntegutes.

Um die Trocknungsprozesse effizienter zu gestalten, suchte Riela nach einem zuverlässigen Partner für in situ- bzw. nach Prozess-Feuchtemesseinrichtungen.

Nach ausführlichen Tests hat sich Unternehmen dafür entschieden, die Litronic-FMS in seinen Getreide- und Maistrocknungsanlagen zu verwenden. Die Sensoren sind im Trocknereingang und -ausgang installiert und überwachen direkt im Materialfluss den Feuchtegehalt des Materials. Die neue Messtechnik kommt zwischenzeitlich schon in einigen Anlagen zum Einsatz. Die Litronic FMS wird bei Nutzern von Riela-Siloanlagen beispielsweise für die Steuerung der Maistrocknung eingesetzt. Sie misst die Maisfeuchten am Ein- und Austritt des Trockners und regelt so die Pausenzeit zwischen den Austrägen. Bei jedem Austragszyklus werden die beiden Maisfeuchten miteinander verglichen und abhängig von der Differenz die richtige Pausenzeit ermittelt. Zusätzlich kann die Pausenzeit anhängig von der Zuluft-Temperatur positiv oder negativ korrigiert werden.

In Echtzeit den Feuchtegehalt erfassen

Das System Litronic FMS besteht aus dem intelligenten Feuchtesensor, der Auswerteelektronik und einer komfortablen Software. Es erlaubt die optimale Feuchtewertbestimmung sowie die Überwachung des Produktionsprozesses. Der Feuchtegehalt im Medium wird in situ mithilfe einer Kapazitätsbestimmung im Hochfrequenzstreufeld gemessen, d.h. in Echtzeit. Der im Sensor eingebaute Mikroprozessor sichert auch die komplette Reproduzierbarkeit. Bei nachträglichen Erweiterungen der Anlage mit Sensoren oder bei einem Sensortausch ist somit keine Neukalibrierung notwendig. Der Sensor der Liebherr-Feuchtemessung gleicht selbsttätig die Schwankungen der Medientemperatur aus, die einen Messwert negativ beeinflussen könnten. Ebenso lässt sich dieser auch zur Ermittlung der Medientemperatur einsetzen.

Sensoren in den Anlagen intelligent vernetzen

An das System können bis zu 16 Sensoren je Auswertemodul angeschlossen und vernetzt werden. Diese können auf Bändern, an Übergabestellen, in Siloausläufen, Rutschen oder Förderschnecken installiert werden. Die zuverlässige, exakte Funktionsweise der Sensoren überzeugt seit Jahrzehnten zahlreiche Kunden. Sie setzen die Liebherr-Feuchtemessung erfolgreich für Schüttgüter aller Art wie Pulver, Sande, Granulate oder Pellets ein.

Der Verschleiß wird dank der widerstandsfähigen Sensoroberfläche aus Zirkonoxidkeramik auf ein Minimum reduziert. Das Gehäuse ist in Edelstahl ausgeführt und deshalb äußerst robust und langlebig. Die überwiegende Mehrzahl der Sensoren sind auch nach über zehn Jahren noch im Einsatz.

Dank vielfältiger Schnittstellen kann die Liebherr-Feuchtemessung in zahlreiche Prozessleitsysteme und Steuerungen eingebunden werden. Auch eine Anbindung an eine bauseitige Ethernet-Infrastruktur ist möglich. Für Anwendungen in explosionsgeschützten Bereichen sind Sensoren in Staub- und Gas-Ex-Schutz-Ausführung nach Atex-Richtlinien lieferbar.

Powtech: Halle 4, Stand 540

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