Zulieferer integrieren So lichten Sie den Dokumentendschungel bei der Planung

Autor / Redakteur: Michael Nikel / Anke Geipel-Kern

Planer im Anlagenbau stöhnen über die Unmengen an Dokumenten, die während der Planungsphase entstehen. Ein gutes Informationsmanagement sorgt für mehr Transparenz und optimierte Arbeitsabläufe. Und schafft die Voraussetzung dafür, auch die Dokumentationen der Zulieferer im Griff zu behalten.

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So mancher Projektingenieur versinkt bei der Planung im Dokumentenwust. Wie Sie das verhindern, weiß unser Referent Michael Nikel auf dem Digital Plant Kongress.
So mancher Projektingenieur versinkt bei der Planung im Dokumentenwust. Wie Sie das verhindern, weiß unser Referent Michael Nikel auf dem Digital Plant Kongress.
(Bild: fme)

Die Integration von Zulieferern im Anlagenbau betrifft viele Prozesse – vom Engineering über das Beschaffen bis hin zum Bau und das Claim Management. Im Vordergrund steht dabei sicher der Engineering-Prozess mit den hohen Anforderungen an die Kommunikation und den CAE-Datenaustausch zur Realisierung einer durchgängig digitalen modellbasierenden grafischen Prozesskette.

Der Vortrag auf dem Digital Plant Kongress beschäftigt sich mit der nicht zu vernachlässigenden Herausforderung der Integration der Zulieferdokumentation in die Engineering Dokumentation. Diese muss, vertraglich zugesichert, als Teil der As-Built-Dokumentation an den Betreiber übergeben und fortgeschrieben werden. Hierzu müssen 100.000e von Dokumenten, 1.000e von ein- und ausgehenden Sendungen (Transmittals) importiert, klassifiziert, abgelegt, verwaltet, intern verteilt, geprüft und freigegeben und in der Regel zur Änderung zurückgesendet werden.

Ansätze zur Optimierung sind vielfältig

Die hohen Aufwände, Projektverzögerungen und Haftungsrisiken, die hier entstehen liegen vielfach begründet in den Prozessen mit hohem manuellen Tätigkeitsanteil und niedrigem Integrationsgrad der Assistenzsysteme. Wie kann Informationsmanagement hier helfen? Die Ansätze zur Optimierung der Arbeitsabläufe und damit zu effizienten Prozessen liegen in der Eliminierung und Automatisierung von manuellen Arbeitsschritten, sowie der Reduzierung von Warte- und Liegezeiten.

Die Steigerung der Effektivität wird durch eine höhere Transparenz der Prozesse erreicht. Durch den Einsatz erprobter Methoden und Informationsmanagementwerkzeuge für das elektronische Transmittelmanagement, können die Zulieferer effektiver und effizienter integriert werden. Technisch besteht die Lösung aus der Nutzung von Library-, LifeCycle- und Workflowfunktionen eines Dokumentenmanagementsystems und eines speziellen Transmittel-Portals.

An einem Kundenbeispiel werden die Herausforderungen, die umgesetzte Lösung und die erzielten Vorteile dargestellt. Es werden die allgemeinen Vorteile einer elektronischen Transmittelmanagement-Lösung erörtert und Antworten auf die Fragen gegeben, wie ermittelt werden kann, wie groß das Effizienz- und Effektivitätssteigerungspotenzial eines Unternehmens ist und wie der Weg zum Heben dieses Potenzials aussehen kann.

* Der Autor ist Solution Consultant der fme AG

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