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Partikelmessung

So lassen sich mit Online-Partikelmessung teure Zwischenfälle beim Sieben vermeiden

| Redakteur: Sonja Beyer

Das Gerät im Einsatz

Und so verläuft die Überwachung: Durch das Produktfallrohr strömt beispielsweise das Feingut der Siebmaschine. Mittels des Produktführungsdaches wird die für die Messung benötigte Menge des Produktes permanent dem optischen System zugeführt. Dort wird das Produkt detektiert und das Messergebnis entsprechend ausgewertet. Dieser Vorgang findet kontinuierlich statt, sodass eine echte Online-Partikelmessung gegeben ist. Wie das Überwachungsspekrum genau aussehen muss, hängt vom Produkt ab. Anhand der mitgelieferten Software lässt es sich deshalb individuell auf das Produkt einstellen.

Sollte es zu einem Siebriss kommen, merkt das Gerät dies unmittelbar und erstellt ein entsprechendes Signal, das zur weiteren Verarbeitung (beispielsweise in einem bauseitigen PLS-System) verwendet werden kann. Das gleiche gilt auch für das Überfahren des Siebes. In diesem Fall wird das JEL Horus unter dem Grobgutauslauf der Siebmaschine installiert. Diese Funktion ist auch sinnvoll bei der Inbetriebnahme von Siebmaschinen, wenn es darum geht, schnell und einfach das Leistungsoptimum zu erreichen. Denn in dem Moment, in dem es überschritten wird, signalisiert das Partikelmessgerät sofort, dass Feingut im Grobgut enthalten ist.

Einsetzbar ist das Partikelmessgerät für eine Vielzahl von Produkten: der Messbereich liegt zwischen 60 und 6000 µm, und bereits bei einer Differenz von nur 85 µm zwischen Gut- und Fehlkorn arbeitet das System einwandfrei und zuverlässig. Damit die Partikelmessung einwandfrei funktioniert, müssen Produktagglomerate, die sich während des Siebvorganges hauptsächlich durch elektrostatische Aufladung bilden können, vor der Messung aufgelöst werden. Dazu wird eine Druckluftkammer vorgeschaltet, in der über speziell angeordnete Schlitzdüsen eine Scherströmung erzeugt wird. Diese Luft- Scherströme lösen Agglomerate auf, bevor sie in das Gerät gelangen können.

Und die Reinigung? Prinzipiell ist keine notwendig, weil das optoelektronische Sys-tem in sich gekapselt ist und dadurch mit dem Produkt gar nicht in Berührung kommt. Die Gläser, die das Produktfallrohr samt dem integrierten Produktführungsdach vom optoelektronischen System trennen, sind durch eine spezielle Vorkammer selbstreinigend ausgeführt. Sollten sie trotzdem getauscht werden müssen (z.B. bei Beschädigung), sind mit wenigen Handgriffen demontiert. Und auch der Explosionsschutz kommt nicht zu kurz: Eine Atex-Version wird derzeit entwickelt.

Zusammenfassung

Effektiv zu arbeiten bedeutet, möglichst viele Unwägbarkeiten aus dem Arbeitsprozess zu entfernen, damit Arbeit nicht doppelt anfällt oder gar im Mülleimer landet. Genau hier setzt das Partikelmessgerät an, das – über die passende Software zugeschnitten aufs jeweilige Produkt – die Korngröße des Siebstroms online überwacht. Weder Siebbruch noch das Überfahren des Siebbelages können ihm dadurch entgehen, sodass sich ärgerliche Zwischenfälle schnell aus dem Weg räumen lassen, bevor sie großen Schaden anrichten.

* Der Autor ist Vertriebsleiter bei der J. Engelsmann AG, Ludwigshafen.

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