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Digitalisierung So lassen sich Datenschätze mittel IIoT-Technologie heben

| Redakteur: Sabine Mühlenkamp

Um den rasant gewachsenen Anforderungen an die Digitalisierung in allen Bereichen gerecht zu werden und Industrie 4.0 von einem Marketingbegriff zu einem praxisnahen unternehmerischen Nutzungskonzept zu entwickeln, hat Takraf die Einführung neuer Technologien im Bereich des industriellen Internet der Dinge (IIoT) vorangetrieben.

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Definierte Points of Interests werden an Hand eines Tablets ausgelesen.
Definierte Points of Interests werden an Hand eines Tablets ausgelesen.
(Bild: Takraf)

Wie lassen sich aus den Daten von Maschinen im Bergbau, der Fördertechnik oder der Mineralienaufbereitung Informationen zur Optimierung von Konstruktion, Betrieb, Wartung oder Fehlersuche gewinnen? Dieser Frage ging Takraf, ein hochspezialisierter Anbieter von Maschinen und Dienstleistungen in diesem Bereich, nach.

Basierend auf der auf dem Markt erhältlichen IIoT-Technologie und im Rahmen der damit verbundenen F&E-Initiativen entschied sich Takraf, ausgewählte Maschinen mit Datenfernerfassungssystemen auszustatten. Eines der ersten erfolgreich integrierten Systeme läuft auf einer Maschine in Südostasien – einem leistungsstarken Absetzer für ein großes Abraumförderprojekt.

Das System basiert auf Hard- und Softwarekomponenten von Iba, einem Spezialisten für Datenlogger und Analysetools. Ein Buswandler liest die definierten Daten aus dem Profibus DP der Maschinensteuerung ohne Beeinflussung des Systems und schreibt diese an den Iba PDA-Server. Auf dem Server werden die Daten lokal gespeichert und analysiert, z.B. für automatisch generierte Berichte. Die erfassten Daten werden in Echtzeit oder gesammelt an die Zentrale gesendet.

Fernwartung mit Smart Glasses

Ein weiteres interessantes Ergebnis der F&E-Aktivitäten sind Fernwartungslösungen mit „Smart Glasses“. Solche Tools sind relativ einfach zu integrieren und versetzen in die Lage, das Expertenteam im Headquarter, über große Entfernungen hinweg, mit den Inbetriebnahme-Ingenieuren oder dem Wartungspersonal unserer Kunden vor Ort zu verbinden. Damit lassen sich spezifische Probleme schnell und zuverlässig lösen und zeit- und kostenaufwändige Reisen an die jeweiligen Standorte vermeiden.

Augmented Operator Advisor

Ein weiteres intelligentes Tool basiert auf dem „Augmented Operator Advisor“ von Schneider Electric. Diese Software läuft auf einem Tablet, das seine Position auf der Baustelle, basierend auf der Bilderkennung der Bauteile um den Benutzer herum bestimmt. Über definierte „Points of Interest“ werden kontextsensitive Informationen, z.B. Handbücher und Wartungsverfahren bzw. Live-Daten zur Verfügung gestellt.

Remote-Support-Anwendung „Smart Glasses“: Experten in einer Büroumgebung können sich mit dem Inbetriebnahme- oder Wartungspersonal vor Ort verbinden, um spezifische Probleme zu lösen.
Remote-Support-Anwendung „Smart Glasses“: Experten in einer Büroumgebung können sich mit dem Inbetriebnahme- oder Wartungspersonal vor Ort verbinden, um spezifische Probleme zu lösen.
(Bild: Takraf)

Erst am Anfang der Reise

Es ist zu bedenken, dass die Digitalisierung und IIoT-Entwicklungen als eine Reise, die gerade erst begonnen hat, zu betrachten ist und nicht als ein vollständig definierter Ansatz für ein klar definiertes Ziel. Dennoch sind die IIoT-Technologien in der Lage, einen enormen Nutzen über sehr viele Bereiche hinweg, zu erbringen.

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