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Auswirkungen auf größte Chemieunternehmen So hart trifft die Corona-Krise Chemiearbeitnehmer

BASF und Bayer thronten auch im Jahr 2019 weiter an der Spitze der Chemieunternehmen mit den meisten Mitarbeitern weltweit. Welche Unternehmen sonst noch im Ranking vorne liegen und welche negativen Auswirkungen die aktuelle Corona-Krise auf die Anzahl der Beschäftigten haben könnte, hat PROCESS für Sie recherchiert.

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So wirkt sich die Corona-Krise auf die weltweit größten Chemiekonzerne nach Mitarbeitern aus.
So wirkt sich die Corona-Krise auf die weltweit größten Chemiekonzerne nach Mitarbeitern aus.
(Bild: leowolfert/Adobe Stock)

Würzburg – Die beiden deutschen Chemieunternehmen BASF und Bayer sind im Jahr 2019 die einzigen Chemieunternehmen weltweit mit einer sechsstelligen Mitarbeiterzahl. Auf den nachfolgenden Plätzen folgen mit gebührendem Abstand Linde, Air Liquide und Henkel. Platz 6 und 7 belegen Dow und Dupont. Auf den hinteren Plätzen landen schließlich noch LG Chem, Sabic und Evonik Industries.

Die Mitarbeiterzahlen der größten Chemieunternehmen aus dem Jahr 2019 in der Bildergalerie:

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Ausblick auf 2020 und wie sich die Mitarbeiterzahlen aufgrund der Corona-Krise negativ verändern könnten:

BASF

Mitte 2019 verkündete BASF das bestehende Personal um 6000 Stellen bis Ende 2021 reduzieren zu wollen. Die BASF will dabei nach eigenen Angaben komplett auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten. Etwa die Hälfte der 6000 Stellen sollen in Deutschland wegfallen. Ob der Konzern im Zuge der Corona-Krise weitere Stellenstreichungen plant ist derzeit nicht bekannt.

Bayer

Bayer verkündete Ende 2018 ein Sparprogramm in dessen Folge 12.000 Stellen weltweit wegfallen sollen. Wenige Monate später wurden weitere Details bekannt. Demzufolge sind davon 4500 Arbeitsplätze in Deutschland betroffen. Auch bei Bayer bleibt abzuwarten inwieweit sich die aktuelle Situation auf das Unternehmensergebnis und somit möglicherweise auf weitere Stellenstreichungen auswirkt.

Linde

Mittelfristig fürchtet der bayerische IG-Metall-Chef Johann Horn die Streichung von 850 der 7000 Stellen in Deutschland bis Ende 2021. Betroffen ist wohl ausschließlich das deutsche Gasgeschäft so Vorstandschef Steve Angel. Beim Anlagenbau kann es eher zu einem Stellenaufbau kommen.

Air Liquide

Air Liquide vermeldete in den vergangenen Jahren keine nennenswerten Stellenstreichungen und auch zu betriebsbedingten Kündigungen im Zuge der Corona-Krise ist bislang nichts bekannt.

Henkel

Erfreuliche Nachrichten auch vom deutschen Konsumgüterkonzern Henkel. „Wir hatten bislang keine Kurzarbeit oder Kündigungen wegen der Corona-Krise. Aktuell sehen wir dafür auch keinen Anlass bei uns", sagte Vorstandschef Carsten Knobel dem Handelsblatt.

Dow

Erst kürzlich veröffentlichte der US-Chemiekonzern seine Quartalszahlen. Trotz geringerer Verluste als von Experten befürchtet, will Dow-CEO Jim Fitterling im laufenden Quartal ein Sparprogramm inklusive weltweiter Stellenstreichungen aufsetzen. In einer ersten Stellungnahme ist von einem weltweiten Stellenabbau von sechs Prozent die Rede. Weitere Einzelheiten sind bislang nicht bekannt.

Dupont, LG Chem & Sabic

Alle drei Chemieunternehmen machten bis dato keinerlei Angaben zu etwaigen Stellenstreichungen im Zuge der Corona-Pandemie.

Evonik

Mitte 2018 verkündete der Essener Chemiekonzern einen Stellenabbau von 1000 Arbeitsplätzen. Einhergehend mit der Ankündigung verzichtet Evonik auf betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2023. Über weitere Maßnahmen ist zum heutigen Zeitpunkt nichts bekannt.

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Über den Autor

Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Projektmanager Digital PROCESS/LABORPRAXIS