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Engineering optimieren

So gewinnen Sie mit optimierten Engineering-Prozessen Kreativzeiten

| Autor / Redakteur: Johanna Kiesel / Anke Geipel-Kern

Fleißarbeiten automatisieren

„Da entstand sehr schnell der Wunsch, diese Fleißarbeiten zu automatisieren“, sagt Hammerich und ergänzt: „Wir wurden letztlich durch unseren Kontakt zu Holcim auf die dort damals noch in früher Entwicklung befindliche EB-Branchenlösung für die Zementindustrie aufmerksam. Die Vorteile dieses Datenbankkonzeptes gegenüber unserer bisherigen Arbeitsweise waren offensichtlich – sodass wir uns sehr schnell für EB als neues Tool entschieden haben.“

Gemeint ist die datenbankbasierte Software-Plattform Engineering Base (EB) des Hannoverschen System-Entwicklers Aucotec. In einem einzigen Datenmodell werden sämtliche mechatronischen Informationen zu einer Anlage erarbeitet und gehalten. Jede Änderung zeigt sich sofort in jeder assoziierten Darstellung jedes geänderten oder neu erarbeiteten Objektes – für alle am Prozess Beteiligten. Zudem wird das Handling von Massendaten durch EB-Arbeitsblätter deutlich übersichtlicher.

Spezielle Funktionalitäten und Leistungen aus der Branchenlösung des Softwaresystems für den Bereich „Minerals Processing“ optimieren die Arbeitsabläufe und entlasten den Anwender von unnötiger Fleißarbeit.

So konfigurieren sich beispielsweise Arbeitsblätter und Bearbeitungsmasken in EB auf Basis der jeweiligen Projektplanungsphase automatisch. Damit werden dem Anwender in diesen Blättern und Masken nur die Bearbeitungsfelder angeboten, die er in dieser Projektphase benötigt. Auch die so genannten „Datasheets“ bauen sich automatisch mit den zur aktuellen Projektplanungsphase passenden Datenfeldern auf.

Außerdem ermöglicht die umfangreiche Bibliothek der datenbankbasierten Software-Plattform, dass ganze Maschinen, inklusive all ihrer erforderlichen Detailspezifikationen, einfach per Drag and Drop auf das Flowsheet kopierbar sind. Zusätzlich zeichnet sich das System durch die Fähigkeit zu einem konfigurationsfreien, Excel-basierenden Datenaustausch aus, der das im Anlagenbau sehr aufwändige Datenhandling mit externen Zulieferern deutlich erleichtert.

Der Engineering Workflow für eine Anlage kann in EB bereits bei der Ausschreibung beginnen. Allein beim Tendering-Prozess spart das ausschreibende Unternehmen mehrere Wochen Arbeit, da EB das sonst zeit- und fachkräfteintensive Vergleichen der Angebote automatisiert. Von dem Tendering-Projekt profitieren auch die Zulieferer; ein Pilotkunde, der EB und seine Tendering-Unterstützung nutzte, erreichte auf Anhieb 20 % Zeitersparnis.

„Updates genießen“

Auch der Zulieferer IKN setzt das Engineering-System bereits in der Angebotsphase ein. „Zuerst haben wir EB im Vertrieb zur grafischen Strukturierung unser Angebote genutzt“, erzählt Hammerich. Die Dokumentation der Angebote, die Symbole, Tags, Codes und Strukturinformationen wurden übersichtlich zusammengefasst und dienen dem besseren Verständnis der Anlagentechnik. „Im nächsten Schritt haben wir die Datenbank gefüttert“, so IKNs oberster Techniker. Alle technischen Daten zu den Maschinen und Geräten liegen heute in EB und dienen der umfassenden internen Information.

Mit den ersten erfolgreichen Aufträgen vollzogen die Klinker-Experten dann den Roll-Out in die technischen Abteilungen und die Auftragsabwicklung. Die konzeptionellen Funktionspläne lassen sich einfach auf den vorab erarbeiteten Daten aufbauend detaillieren: „P&IDs mit den dazugehörigen Listen werden jetzt komplett und ausschließlich in EB erstellt. Bei kleinen Änderungen genießen wir jetzt die Projektupdates – an einer beliebigen Stelle im Plan die neuen Daten eingeben und dann einfach die Listen neu drucken, das nenn' ich effizient“, schwärmt Hammerich.

Mit Engineering Base liegen bei IKN jetzt alle Informationen zu Komponenten, Maschinen und Anlagengruppen in einer Übersicht. „Detailinformationen sind nur wenige Mausklicks entfernt. Es gibt keine auf verschiedenen Servern/Datenbanken verteilten Zeichnungen und Listen mehr und deshalb auch keine langwierigen Suchen. Die Anlage wird damit für alle am Projekt beteiligten Mitarbeiter transparent und leichter verständlich“, so der Engineering-Experte.

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