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Etikettierung

So erreichen Sie mehr Speed für die Etikettierung

| Redakteur: Jörg Kempf

Eine Anlage ist nur so schnell, wie alle Komponenten zusammen. Dies gilt insbesondere bei der Etikettierung. Viele Etikettiermaschinen sind schnell, werden aber bei einer Änderung, etwa durch eine andere Sprache, abrupt gestoppt. Mithilfe eines digitalen Druckwerks lassen sich nun wirklich Höchstgeschwindigkeiten erreichen.

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Das flexible Etikettiercenter bedruckt Etiketten für Vials. (Bild: Bausch+Ströbel)
Das flexible Etikettiercenter bedruckt Etiketten für Vials. (Bild: Bausch+Ströbel)

Dass Geschwindigkeit nicht alles ist, zeigt eine neue Lösung von Bausch+Ströbel. Deren Etikettiermaschinen arbeiten mit einer Leistung von bis zu 48 000 Objekten pro Stunde. Unter anderem durch die weltweite Vermarktung von Medikamenten geht der Trend in der Pharmabranche aber zu kleinen Losgrößen. Oft muss schon nach einigen Tausend Vials oder Karpulen ein Etikett in einer anderen Sprache verwendet werden, und durch diesen Etikettenwechsel wird die hohe Geschwindigkeit der Etikettiermaschine unnötig gebremst.

Hier hat Bausch+Ströbel nun zusammen mit dem Druckspezialist Hapa eine interessante Lösung erarbeitet: Der Hochleistungsetikettiermaschine wird ein voll digitales Hapa-Druckwerk vorgeschaltet, das die Etiketten nicht nur mit variablen Daten wie etwa Verfallsdaten oder einem Code bedruckt, vielmehr entsteht hier aus einem Blanko-Etikett ein fertiges mehrfarbig bedrucktes Etikett. Beim Chargenwechsel verwendet das Drucksystem für den Druck einen neuen Datensatz – im System als Formatsatzdateien hinterlegt.

Hohe Flexibilität beim Etikettieren

Der Vorteil für den Pharmazeuten ist aber nicht nur eine größere Geschwindigkeit beim Etikettieren. Das System bietet auch eine weit größere Flexibilität, da nur noch Rohetiketten und nicht verschiedenste bereits fertig gedruckte Etiketten auf Lager gehalten werden müssen. Da bei weltweit vertriebenen Medikamenten schnell mal Etiketten in bis zu 80 Sprachen bzw. Ausführungen gebraucht werden, liegt der Vorteil hier klar auf der Hand. Auch Änderungen am Grundetikett können in kürzester Zeit umgesetzt werden. Nach wie vor können natürlich auch vorgedruckte Etiketten verwendet werden.

Das flexible Etikettiercenter, besteht aus einem Splicer und Etikettenleerbandaufwickler, einem Inkjekt-Vier-Farben-Druckwerk, Basis Hapa 800 LabelJet für den Komplettdruck eines Etiketts und der Hochleistungsetikettiermaschine ESA 1025 von Bausch+Ströbel. Es handelt sich dabei um ein integriertes Konzept mit einer Schutzeinhausung, Steuerung, etc. Der Etikettendruck wird mit einer Kamera zu 100 Prozent überprüft. Variable Daten wie Codes oder das Verfallsdatum werden mit einer zweiten Kamera am Spender geprüft (OCR-Lesung).

Druckqualität vom Feinsten

Hapa 800-Systeme drucken mit moderner UV „Drop On Demand (DOD)“-InkJet-Technologie mit hoch entwickelter Tropfen-Platzierung bis zu 720 dpi Auflösung. Produktinformationen und variable Daten können in einem Durchgang gedruckt werden, womit die Anforderungen für Dosierungscodierung, sequentielle und zufällig generierte Nummerierung problemlos erfüllt werden.

Gedruckt werden Text, Strich- und Matrixcodes, Grafiken und Bilder in einer bis vier Volltonfarben oder als CMYK-Prozessdruck. Die Produktionsdaten können über eine sichere, digitale Schnittstelle von verschiedenen Datenquellen geladen werden.

Dank intelligenter Steuerung werden Druckqualität und Effizienz auch nicht durch einen Linienstillstand beeinträchtigt, da ein laufender Druckzyklus jeweils abgeschlossen und das System für einen schnellen Neustart vorbereitet wird. Druckgeschwindigkeit: bis zu 30 Meter pro Minute. Alle Hapa 800-Systeme erfüllen die Anforderungen gemäß FDA 21 CFR Part 11.

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