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Temperaturmesstechnik So erkennen Sie die gefürchteten Glimmnester frühzeitig

Autor / Redakteur: Arne Kröger / Matthias Back

Wie kann für Sicherheit gesorgt werden, wenn die dafür notwendigen Einrichtungen veränderlich sein müssen? Ein Betreiber von Kohlekraftwerken setzt hier auf eine Wireless-Hart-Lösung zur Überwachung der Temperatur auf seinen Kohlehalden. Insbesondere die gefürchteten Glimmnester können so frühzeitig erkannt werden.

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Über 20.000 Tonnen Kohle werden in einem Kraftwerk täglich verbraucht.
Über 20.000 Tonnen Kohle werden in einem Kraftwerk täglich verbraucht.
(Bild: Endress+Hauser)

Eines der größten Kohlekraftwerke, mit einer Nettoleistung von etwa 2000 MW, verbraucht bei einer Stromproduktion von etwa 11.000 GWh ungefähr vier Millionen Tonnen an Steinkohle. Täglich werden deshalb etwa 22.000 Tonnen an Kohle per Bahn geliefert. Neben dem Kraftwerk können bis zu 350 000 Tonnen an Steinkohle gelagert werden um Schwankungen oder Lieferengpässe auszugleichen.

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Im Ernstfall würde das für ungefähr vier Wochen ausreichen. Da in Deutschland Kohle nicht mehr wettbewerbsfähig abgebaut werden kann, wird diese zunehmend importiert. Die importierte Kohle bringt leider nicht nur Vorteile mit sich. Im Vergleich zur Kohle aus Deutschland, enthält Kohle aus Importländern wie z.B. China, Australien oder Südafrika mehr Anteile an flüchtigen Gasen. Ein großer Bestandteil davon ist Schwefel.

Aus Sicherheitsgründen keine elektrische Verdrahtung

Diese enormen Mengen an gelagerter Kohle sind den natürlichen Gesetzen unterworfen. So herrscht auf den innenliegenden Kohleschichten ein enormer Druck und gleichzeitig beginnt die Kohle auszugasen. Mit der Zeit können sich unter geeigneten Umständen so genannte Glimmnester bilden, sofern keine Vorkehrungen getroffen werden. Diese Kohle ist anschließend unbrauchbar. Auf diese Weise gehen laut Süddeutscher Zeitung beispielsweise in China jährlich rund 200 Millionen Tonnen Kohle verloren! [1]

Die Glimmnester sind von außen nicht ersichtlich und durch den schleichenden Prozess sind sie nur schwer zu entdecken. Wenn sie zu spät bemerkt werden, ist die Schadensbekämpfung mit viel Aufwand hinsichtlich schweren Geräten und Personal verbunden. Das sind für den Betreiber vor allem hohe Kosten.

Um diese Großeinsätze zu vermeiden, möchte der Betreiber rechtzeitig über potenzielle Glimmnester Bescheid wissen, um entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Mit einer zentralen Anzeige der Temperatur in der Kohlehalde wäre das Problem gelöst.

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